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Duderstadt Grundschüler in Nesselröden sehen Stück zu Cybermobbing
Die Region Duderstadt Grundschüler in Nesselröden sehen Stück zu Cybermobbing
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13:51 16.05.2019
Lena, gespielt von Gudrun Nixdorff chattet mit dem ihr unbekannten „Zockerfuchs“. Quelle: Wölk
Nesselröden

Worauf solle man achten, wenn man im Internet unterwegs ist? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Stück „Fit und fair im Netz: Auf dich kommt es an!“, der Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Göttingen. Am Donnerstag waren Polizeioberkommissarin Gudrun Nixdorff und Polizeioberkommissar Martin Napp zu Gast an der Grundschule Nesselröden.

Dort spielten sie ihr Stück vor den Mädchen und Jungen der vierten Klasse. Ziel der Aufführung war es, die Kinder dafür zu sensibilisieren, verantwortungsvoll und kritisch mit digitalen Medien umzugehen. Hauptthema des Stückes ist Cybermobbing. Doch bevor das Stück losging, fragte Napp die Mädchen und Jungen zunächst, was denn Prävention bedeute und wie diese erfolgen könne. Hierbei berichteten die Kinder, dass Prävention Verhindern beziehungsweise vorbeugen bedeute. „Dazu gehört auch, dass es Verkehrserziehung gibt, und bei euch die Fahrradprüfung abgenommen wird“, sagte Napp.

Außerdem erkundigte Napp sich, ob die Kinder bereits Erfahrungen im Umgang mit dem Internet haben. Hierbei kam heraus, dass die meisten die Möglichkeit haben, das Internet zu nutzen, und viele auch schon über Whatsapp schreiben, obwohl dies eigentlich erst ab 16 Jahren genutzt werden darf. „Aber eure Eltern haben euch vermutlich die Nutzung erlaubt und ihr habt eventuell auch Familienchats“, wandte Napp sich an die Kinder.

Entsetzen bei den Kindern

Wie schnell man im Netz selbst zum Opfer aber auch Täter werden kann, das erfuhren die Kinder im Chat am Beispiel „Lena“ und Zockerfuchs“. Ausgangspunkt der Geschichte ist, dass Lena (gespielt von Nixdorff), in der Schule wegen ihrer Brille als Brillenschlange gehänselt wurde. Die Lehrerin gab der Klasse daraufhin die Aufgabe nachzugucken, was eine Brillenschlange wirklich ist. Als Lena ihre Erkenntnisse, die sie im Internet gefunden hat, im Klassenchat teilen will, antwortet ihr dort „Zockerfuchs“, den sie nicht kennt. Im weiteren Verlauf lädt er sie dann ein, mit ihm zusammen ein Onlinespiel zu spielen. Um dieses spielen zu können, muss Lena sich dort anmelden. Zockerfuchs fordert sie hiebei auf, auch ein Profilbild zu nehmen und ihre Handynummer anzugeben. Was Lena zum Entsetzen der Kinder auch tat.

Kindersuchmaschinen nutzen

Während der einzelnen Szenen sprach Napp mit den Kindern über das Gesehene und wie Lena sich besser hätten verhalten sollen. „Für die Suche im Internet könnt ihr gut Kindersuchmaschinen nutzen. Diese enthalten keine Werbung und die Informationen werden kindgerecht dargestellt“, sagte Napp. Außerdem wies er daraufhin, dass ein Benutzername der fürs Internet gewählt werde, nicht zu viel über einen selbst verraten sollte und das Passwort aus Groß-und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehe sollte. „Ihr könnt euch auch einen Merksatz für euer Passwort ausdenken“, sagte er.

Böse Kommentare im Chat

„Zockerfuchs“, der sich später als neuer Mitschüler Lenas herausstellt, lädt sich Lenas Profilbild herunter und verändert es, unter anderem mit einer Schweineschnauze und schickt es in den Klassenchat, wo es dann mehrere böse Kommentare gibt, die Lena so fertig machen, dass sie nicht mehr zur Schule gehen will. „Was könnt ihr machen, wenn ihr in eine solche Situation geratet“, wollte Napp wissen. „Wir können mit unseren Eltern reden“, sagte eine Schülerin. „Genau, und generell solltet ihr, bevor ihr euch im Internet ein Profil zulegt mit euren Eltern darüber sprechen, was ihr angeben dürft und was nicht“, erklärte Napp. Bestandteil des Stückes zum Thema Mediensicherheit ist auch ein Hinweiszettel zum sichern Umgang mit dem Internet, der den Kindern ausgehändigt wurde, und den diese mit nach Hause nehmen und unterschreiben sollten. „Überlegt euch genau, was von euch im Internet stehen soll“, gab Napp den Mädchen und Jungen mit auf den weg.

Von Vera Wölk

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