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Duderstadt Bürgermeister begrüßt Jugendliche aus zwölf Nationen
Die Region Duderstadt Bürgermeister begrüßt Jugendliche aus zwölf Nationen
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14:36 25.07.2019
Bürgermeister Wolfgang Nolte empfängt 74 Schüler aus zwölf Nationen im Duderstädter Rathaus Quelle: ny Claudia Nachtwey
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Duderstadt

„Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) heißt die Initiative des Goethe-Instituts, unter anderem in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst. 74 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aus zwölf Ländern sind zurzeit in der Kolping-Ferienstätte auf dem Pferdeberg untergebracht. Dort wird vor allem Deutsch gelernt, aber auch das Zusammentreffen mit Jugendlichen aus aller Welt spielt eine wichtige Rolle. Denn mit Bildung und Sprachförderung soll eine Grundlage geschaffen werden, um in Zukunft in einem internationalen Team arbeiten zu können und länderübergreifende Aufgaben gemeinsam zu lösen.

Beim Rathausempfang begrüßte Nolte die Jugendlichen, ihre Lehrer und Betreuer, die Kursleiterin Lyra Skusa und Ulrike Hofmann-Steinmetz, die Leiterin des Goethe-Instituts Göttingen. Der Duderstädter Kulturbeauftragte Horst Bonitz, der auch das Programm für die Gäste mit ausgearbeitet hatte, betonte, dass die PASCH-Gruppe in diesem Jahr besonders groß sei. Seit 2012 kommen pro Jahr eine oder mehrere Gruppen des Goethe-Instituts nach Duderstadt, um ihre deutschen Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Gezielte Fragen den Bürgermeister

Nach einer kurzen Vorstellung durften die Jugendlichen dem Bürgermeister Fragen stellen. Dabei stellte sich heraus, dass die jungen Gäste sich zuvor gut informiert hatten, um gezielte Themen anzusprechen: Was wird in Duderstadt für Jugendliche angeboten, was wird für den Tourismus getan, wie lange ist der Bürgermeister schon im Amt, was wünscht er sich persönlich für seine Stadt? Und was sei die wichtigste Aufgabe eines Bürgermeisters? „Am wichtigsten ist es, Neues einzubringen und gleichermaßen Altes zu bewahren“, antwortete Nolte. Zum Abschluss hatten die internationalen Gäste ein deutsches Ständchen vorbereitet: „Nur ein Wort“ von der Band Wir sind Helden schmetterten 74 Stimmen im Rathaussaal.

„Schulen: Partner der Zukunft“

Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) wurde 2008 ins Leben gerufen. Das Auswärtige Amt koordiniert seitdem das Projekt, das Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern die deutsche Sprache und Kultur näherbringen soll. Partner für die Durchführung des PASCH-Programms sind das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst und der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz. Das Goethe Institut ist weltweit an 159 Standorten vertreten und betreut rund 600 Schulen mit einer besonderen Bindung zu Deutschland in mehr als 100 Ländern. Ziel ist einerseits, die Mehrsprachigkeit und damit die Zukunftsperspektiven der Jugendlichen zu fördern; andererseits soll eine interkulturelle Lern- und Wertegesellschaft geschaffen werden, die ermöglicht, gemeinsam an den Herausforderungen der Zukunft zu arbeiten. Außerdem bietet das Goethe-Institut weltweit mehr als 1000 Fortbildungen für Deutschlehrer an, um ein möglichst hohes Sprachniveau im Unterricht erreichen zu können.

Das Betreuer-Team war schon ein paar Tage vor den Jugendlichen angereist, um die letzten organisatorischen Vorbereitungen zu treffen. Ein Betreuer war kurzfristig ausgefallen. Dafür ist ein junger Duderstädter eingesprungen: Linus Maring, der nach seinem Abitur selbst schon Auslandserfahrungen in Neuseeland, Australien und Indonesien gesammelt hatte, war schnell im Team integriert und konnte einige Tipps an die Schüler weitergeben. Die Jugendlichen haben lange Reisen in Kauf genommen, um Duderstadt zu erreichen. Schüler aus Asien sind dabei, aber auch aus einigen europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika.

Deutschunterricht steht im Zentrum

Zum Lernen wurden die Jugendlichen in verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt. „Manche sind schon etwas sicherer in der deutschen Sprache, andere hatten erst vor wenigen Monaten begonnen, Deutsch zu lernen“, erklärte Kursleiterin Lyra Skusa. Sport und Fahrten in die nähere und weitere Umgebung standen ebenfalls auf dem Programm, darunter ein Besuch im Grenzlandmuseum und ein Besuch auf dem Duderstädter Schützenfest. Viele Aktivitäten konnten im Nachmittagsprogramm frei gewählt werden.

Bei einem großen Länderabend haben die Jugendlichen die Besonderheiten ihrer jeweiligen Heimat vorgestellt, Tänze und Lieder präsentiert und kulinarische Spezialitäten zubereitet. Damit sich alle verstehen konnten, wurde an diesem Abend ausschließlich Deutsch gesprochen.

In der letzten Woche standen Sprachprüfungen in den Levels von A1 bis B2 an. Die Ergebnisse werden die Schüler am Wochenende bei der Abschlussparty erfahren.

Von Claudia Nachtwey

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