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Duderstadt „Als Bürgermeister viel für Duderstadt getan“
Die Region Duderstadt „Als Bürgermeister viel für Duderstadt getan“
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21:00 06.02.2019
Bürgermeister Wolfgang Nolte in seinem Büro neben einem Gemälde mit einer Ansicht des Historischen Rathauses Duderstadt. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Nach gut 30 Jahren an der Spitze der Stadtverwaltung (zunächst als Stadtdirektor, seit 2001 als Bürgermeister) hat Wolfgang Nolte am Dienstag verkündet, dass er im Herbst vorzeitig aufhören will. Wie haben die Duderstädter auf die Ankündigung des Bürgermeisters reagiert? Auf der Facebook-Seite von Wolfgang Nolte zollen ihm die meisten Kommentatoren Respekt – für seine „gute Arbeit für Duderstadt und unser Eichsfeld“ und „sein Engagement zum Wohl der Duderstädter Bürgerinnen und Bürger“.

„Er hinterlässt große Fußspuren“

Ähnlich äußern sich auch Weggefährten Noltes. So sagte zum Beispiel Gerd Goebel, Ortsbürgermeister Tiftlingerodes, dem Wohnort Noltes: „Wir haben großes Verständnis für seine Entscheidung. In wenigen Jahren wird die Bevölkerung noch deutlicher sehen, was Bürgermeister Nolte für Duderstadt und die Region geleistet hat, beispielsweise den Bau der Kolping-Ferienstätte und des Jugendgästehauses sowie zwei Rathaussanierungen sowie die Sanierung des Westerturm-Ensembles. Er hinterlässt große Fußspuren. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet.“

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„Kümmerer, Menschenfreund und Ehrenmann“

Wolfgang Nolte sei „eine tragende Säule Duderstadts und des Eichsfeldes“, betonte Markus Kohlstedde, Geschäftsführer des Duderstädter Krankenhauses St Martini. „Allein von vorbildlicher Pflichterfüllung zu sprechen, wäre noch eine maßlose Untertreibung. Sein Engagement für seine Heimatregion und die Menschen hier ist außerordentlich. Ich persönlich blicke dankbar auf die vergangenen fünf Jahre zurück, in denen ich mit diesem Kümmerer, Menschenfreund und Ehrenmann zusammenarbeiten durfte. Wir in St. Martini werden seine Anstrengungen und seinen unermüdlichen Einsatz für unser Gesundheitszentrum niemals vergessen und sind stolz, dass ein Mann von solchem Format in unserem Haus das Licht der Welt erblickt hat. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin treten in große Fußstapfen…“

„Herzblut, Kompetenz und Leidenschaft“

Der Dudersädter Caritas-Geschäftsführer Ralf Regenhardt sagte, er habe Nolte „immer als einen „hochkompetenten, geschätzten Ansprechpartner erlebt“. Regenhardt bescheinigte dem Duderstädter Bürgermeister ferner „sehr viel Herzblut, Kompetenz und Leidenschaft“ bei der Gestaltung der Geschicke der Stadt. Wolfgang Nolte sei „ein Netzwerker par excellence“, der „uneigennützig seine Beziehungen zum Wohl der Bürger der Stadt „ eingesetzt habe. Regenhardt bescheinigte Nolte außerdem „eine absolut hohe Verlässlichkeit“ sowie ein „außerordentliches strategisches Gespür“.

„Besser hätte man es nicht haben können“

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins Treffpunkt Stadtmarketing Duderstadt, Hubertus Werner, attestierte dem Duderstädter Bürgermeister „eine ganz tolle Arbeit für Duderstadt und die Region. Er lebt das auch“, sagte Werner und fügte hinzu: „Besser hätte man es nicht haben können.“ Nolte sei ein verlässlicher Partner, was für die Händler und Geschäftsleute in der Stadt sehr wichtig sei.

Lachendes und weinendes Auge

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kommentierte Propst Bernd Galluschke den Rückzug von Bürgermeister Nolte. Einerseits werde sich seine Familie und seinen Enkeln freuen – „über einen so fitten Großvater, der mehr Zeit für sie hat und ihnen vieles geben kann.“ Das lachende Auge sei auch auf seiner Seite, so Galluschke weiter, „weil wir Wolfgang Nolte als engagierten Bürger für das Gemeinwohl aller und als engagierten Christen ja weiter behalten“. Das weinende Auge entstehe Galluschke zufolge, „weil wir einen genialen Netzwerker verlieren, der das Eichsfeld in vielen Bereichen starkgemacht hat – auch im kirchlichen Bereich“. Der Propst äußerte hohen Respekt vor der Entscheidung: „Bei Sportlern sagt man ja immer wieder, dass es gut ist, auf dem Höhepunkt der Leistung zurückzutreten. Das ist zwar schwer, aber genau richtig“, so Galluschke.

„Alles hat einmal ein Ende“

„Alles hat einmal ein Ende“, kommentierte der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht. Nolte habe „sehr viel für Duderstadt und die Region getan“, aber es sei auch für seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin noch viel Arbeit zu erledigen. Er habe mit dem Duderstädter Bürgermeister „immer regelmäßig im Austausch über alles, was zurzeit auf der Agenda steht“. Ehbrecht: „Die Uhr wird sich in Duderstadt auch nach Wolfgang Nolte weiter drehen.“

Von Britta Eichner-Ramm

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