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Duderstadt Rhumspringer bekommen schnelles Internet über die Luft
Die Region Duderstadt Rhumspringer bekommen schnelles Internet über die Luft
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18:17 22.07.2014
Von Nadine Eckermann
Internet aus der Luft: In Rhumspringe ist die LTE-Versorgung über eine Anlage wie diese gewährleistet. Quelle: EF
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Rhumspringe

Auch für Nutzer von PCs und Laptops ist LTE – insbesondere in ländlichen Gebieten – eine willkommene Gelegenheit, an schnelles Internet zu kommen, wenn dort keine schnellen Leitungen verlegt sind.

Die Telekom treibt daher den Ausbau dieser Technik voran.

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Im Untereichsfeld ist jetzt der Lückenschluss vollzogen. Mit Rhumspringe ist jetzt die letzte Gemeinde LTE-versorgt. Weiße Flecken bestehen damit nur noch im Wald und auf Anhöhen. Dies zeigt die Netzausbaukarte der Telekom. Bewohner Rhumspringes können nun die sogenannte vierte Mobilfunkgeneration nutzen, um Fotos, E-Mails und Musikdateien über die Luft zu schicken, teilt die Telekom mit.

„Ein Standard, der sich noch weiter ausbauen lässt“

Die Geschwindigkeit sei dabei ähnlich hoch wie im Festnetz. „Mit LTE haben wir die Möglichkeit, auch solche Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren“, sagt Bruno Jacobfeuerborn, Technik-Chef von Telekom Deutschland. „Wir kommen damit unserem Ziel näher, möglichst jeden an das schnelle Internet anzuschließen.“

Orte in ländlichen Gebieten über Glasfaserkabel zu versorgen, um Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde zu erreichen, sei ungleich teurer als die Versorgung mit LTE, erklärt Stefanie Halle, Pressesprecherin der Deutschen Telekom AG. So koste ein Kilometer Glasfaserkabel rund 70 000 Euro – allein im Tiefbau.

Bei den weiten Strecken, die in dünn besiedelten Gebieten überbrückt werden müssten, eine teure Angelegenheit. Die LTE-Technik biete da eine günstige Alternative. Die Sender würden auf bestehenden Anlagen angebracht und seien mit einem 4G/LTE-Standard ausgestattet, der eine Datenübertragung von 800 MHz ermögliche. „Ein Standard, der sich noch weiter ausbauen lässt“, verspricht Halle.

Für ältere PCs USB-Stick notwendig

Moderne Smartphones und Tablets sind zum Empfang bereits standardmäßig ausgerüstet. Um auch ältere Laptops und PCs fit zu machen für die Technologie, sei ein USB-Stick notwendig. Er übernehme die Rolle einer Antenne, also das Versenden und Empfangen von Daten, so Halle.

„Außerdem gibt es LTE-Router, die das Signal auffangen und damit in der Wohnung oder dem Büro ein drahtloses Funknetz aufbauen“, so die Pressesprecherin. Auf diese Weise könnten mehrere Geräte gleichzeitig ins Internet gehen.

Netzausbaukarte