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Duderstadt Rodung zum Schutz von Flora und Fauna bei Teistungen
Die Region Duderstadt Rodung zum Schutz von Flora und Fauna bei Teistungen
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07:00 11.12.2018
Einsatz gegen „aufwachsende Nadelbäume“: Bereich Kolonnenweg Richtung Süßloch. Quelle: r
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Duderstadt

Die Arbeiten im Naturschutzgebiet sollen kurz vor Weihnachten abgeschlossen sein.

Die Landschaftspflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet am ehemaligen Grenzstreifen seien notwendig„ da durch die „immer stärkere Verbuschung der früher offene Charakter des Naturschutzgebietes verloren zu gehen droht“, teilte Christoph Neumann vom Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen mit. „Viele charakteristische Tier- und Pflanzenarten sind durch diese natürliche Entwicklung gefährdet.“

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Auch das unmittelbare Erleben der Natur von Anwohnern und Besuchern sei beeinträchtigt, nennt Neumann die beiden Gründe für die Maßnahme. Die Heinz-Sielmann-Stiftung sei Eigentümerin „verschiedener Flächen am früheren Grenzstreifen an der Nordhäuser Straße zwischen Duderstadt und Ecklingerode“ und müsse deshalb „die Initiative ergreifen“.

„Aufwachsende Nadelbäume“ von der Sielmann-Hütte bis zum Süßloch

Mitarbeiter eines von der Sielmann-Stiftung beauftragten Unternehmens sollen dem „zunehmend dichter werdenden Aufwuchs am ehemaligen Grenzstreifen an der Sielmann-Hütte bis zum Süßloch zu Leibe rücken“, denn, gegen aufwachsende Nadelbäume wie im Bereich Kolonnenweg Richtung Süßloch sei auch „eine regelmäßige Beweidung mit Schafen machtlos“, so Neumann.

Seltene Tier- und Pflanzenarten im Grünen Band bei Ecklingerode

Heiko Schumacher, Leiter des Geschäftsbereichs Biodiversität der Stiftung, erläutert das Vorgehen: „Standortfremde Nadelgehölze werden auf dem Streifen vollständig entfernt. Starker Schlehenaufwuchs und weitere Büsche und Bäume werden teilweise gerodet.“ Durch diese Maßnahmen könne das sogenannte „Grüne Band“ bei Ecklingerode „wieder seine Qualitäten als Lebensraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie Erholungsraum für den Menschen entwickeln“, so Schumacher. Bestimmte Arten von Flora und Fauna in dem Gebiet seien rar – sie gelte es zu schützen. Das Offenhalten sei zudem Teil einer Verordnung im Naturschutzgebiet und die Rodung von Gehölz notwendig.

Sielmann-Stiftung dankt Flächeneigentümern

Die Heinz Sielmann Stiftung danke allen weiteren Flächeneigentümern „für die erklärte Zustimmung zu den Maßnahmen und bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für den während der Umsetzung erhöhten Fahrtbetrieb am betroffenen Gebiet“, teilte Neumann mit.

Die Stiftung bietet Interessenten die geführte Erkundung der von Flora und Fauna am ehemaligen Grenzstreifen durch Exkursionsleiter an. Info: Nancy Dietrich, Telefon 05527/914-215; nancy.dietrich@sielmann-stiftung.de; www.sielmann-stiftung.de

Von Stefan Kirchhoff

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