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Duderstadt Schnelles Internet für Duderstadt in Aussicht
Die Region Duderstadt Schnelles Internet für Duderstadt in Aussicht
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19:39 29.01.2016
Von Nadine Eckermann
Auch die Orte im Untereichsfeld sollen bald schnelles Internet erhalten. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Duderstadt

Er sprach von einem doppelten Erfolg: Es sei „super“, dass die Freifunk-Initiative eine solch große Resonanz erfahre, dass mittlerweile rund 50 Netzknoten im Stadtgebiet an das Bürger-WLAN angebunden seien. Derzeit sei die Kommune mit fünf Routern beteiligt, erklärte Nolte. „Hier ist Duderstadt auf einem Top-Wege“, sagte er und dankte den Initiatoren wie auch denen, die sich am Bürgernetz beteiligten.

 
Auch in Sachen Breitbandversorgung gebe es Positives zu berichten: Nachdem Desingerode, Esplingerode und Werxhausen durch die Telekom bedacht worden seien und auch die Nesselröder die Möglichkeit auf schnelles Netz hätten, sei „ganz leise“ auch Westerode ans Netz gegangen. Bauamtsleiter Johannes Böning habe von „Geschwindigkeiten, von denen wir vor Kurzem noch geträumt haben“ berichtet, sagte Nolte.

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In „intensiven Gesprächsrunden mit der Telekom“ sei über die Fortentwicklung gesprochen  worden, erklärte Nolte: „Wir haben von den Verantwortlichen mitgeteilt bekommen, dass aufgrund der Initiativen von Stadt Duderstadt, Landkreis Göttingen und Land Niedersachsen 35 Multifunktionsgehäuse in der Stadt installiert werden sollen“, berichtete er. Damit würden alte und neue Leitungen zusammengefügt. „Irgendwo in der Mitte sitzt ein Dolmetscher“, beschrieb er die Funktionsweise.

 
Zudem beabsichtige die Telekom, 26 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen. Etwa 19 davon müssten in Tiefbaumaßnahmen in die Erde gebracht werden. Zielsetzung sei es, im ersten Schritt den Vorwahlbereich 05527 komplett abzudecken – und das nach Auskunft der Telekom noch bis Ende des Jahres. „Was das für jede Straße im einzelnen bedeutet, kann ich nicht beantworten“, sagte Nolte. Bisher habe er von der Telekom erfahren, dass sie in Linien vorgehe. „Dabei geht es um vier bis sieben Stränge, mit denen die Versorgung in die verschiedenen Bereiche passieren soll“, erklärte der Bürgermeister. So führe beispielsweise ein Strang in Richtung Siebig und Gerblingerode, ein weiterer nach Mingerode, ein anderer in Richtung Tiftlingerode und Immingerode.

 
„Die Telekom hat einen riesigen Sprung gemacht“, zeigte sich Nolte begeistert, Sollte der Plan so umgesetzt werden, handele es sich um einen „kompletten Netzausbau ohne kommunale Beteiligung“.

 
Für die bisher nicht erfassten Ortsteile der Stadt – Hilkerode und Brochthausen – habe er die Telekom gebeten, zu ermitteln, wie ein Ausbau möglich wäre. Eventuell könnten Förderprogramme bei der Finanzierung helfen, sagte Nolte, falls die Telekom den Ausbau nicht in Eigenregie stemmen könne. Die neuen Entwicklungen zeigten, dass die Stadt vor einem „Quantensprung in der Entwicklung“ stehe – Detailfragen müssten allerdings noch geklärt werden.