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Duderstadt „Schöpfung“ und „Apokalypse“ im historischen Rathaus Duderstadt eröffnet
Die Region Duderstadt „Schöpfung“ und „Apokalypse“ im historischen Rathaus Duderstadt eröffnet
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21:11 28.07.2014
Von Nadine Eckermann
Andrang an der Arche: Ein Teil der ausstellenden Künstler beteiligt sich an einem kurzen Theaterstück um Noahs (Manfred Pilz, links) Qual der Wahl. Quelle: Eckermann
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Duderstadt

Gott, eigentlich gar nicht angetan davon, dass wieder Menschen auf der Arche mitfahren sollen, rät zu einem Casting. Zur Auswahl stehen Tierpsychologen, Tüv-Prüfer, Telekommunikationsspezialisten, Alchimisten und Zahnärzte – und Lieselotte mit dem Wischmopp und Verpflegung nach Eichsfelder Art. Sie macht das Rennen bei Noah, Rettung naht und die Ausstellung im Rathaus ist eröffnet.

Das kleine Theaterstück um die verschiedenen Typen, die die Schöpfung unter den Menschen hervorgebracht hat, gehörte zu den unterhaltsamen Showelementen während einer Vernissage, die aufgebaut war wie die Acht-Uhr-Nachrichten.

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„Update“, so der Name des Programms, brachte neben internationalen Schreckensnachrichten, Sport und Wetter auch einen Kulturbeitrag aus Duderstadt – natürlich über die Kontura-Ausstellung.

Im Interview mit der Moderatorin von „Kultur.pur“ dankte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) die Wahl des „schönsten Ausstellungsraumes Deutschlands“ für die Schau, die das Motto Duderstadts „Stadt in Bewegung“ in mehrfacher Hinsicht umsetze: Zum einen würde ein Blick auf die Natur und ihre Bewahrung geworfen – etwas, das ihm besonders am Herzen liege.

Beiträge von 30 Künstlern

Zum anderen verbinde Kontura den eigenen künstlerischen Schaffensprozess mit dem, was Vorgängergenerationen geschaffen hätten. Damit nahm Nolte bereits die Hauptpunkte vorweg, die „Schöpfung“ abbilden will. Christiane Mosler vom Kunstverein Kontura erläuterte das Konzept der Gemeinschaftsausstellung, zu der 30 Künstler beigetragen haben: Abbildung und Wertschätzung der göttlichen Schöpfung, gestaltet durch einen Schöpfungsprozess der Künstler.

Was daraus entsteht, Natur ebenso wie Kunst, ist fragil. Das wiederum zeigt der zweite Teil der Ausstellung im Rathaus, der unter dem Thema „Apokalypse“ steht. Während bei Schöpfung bunte Abbildungen der Natur, nachdenkliche Installationen zum Umweltschutz und zarte Origami-Tiere in verschiedensten Farben gezeigt werden, herrscht im apokalyptischen Teil der Ausstellung Dunkelheit vor – thematisch wie auch in der Umsetzung.

Schwarz, weiß, grau und rot wird dargestellt, wie sich Kontura-Künstler das Ende der Zeiten vorstellen. Damit führen sie Anfang und Ende zusammen.

„Kontura04 – Schöpfung“ ist ein Kunstprojekt, das an fünf Orten gezeigt wird, im Heimatmuseum, dem Museumsgarten, auf dem Stadtwall, im Kino und im Rathaus.

Näheres zum Konzept, den Öffnungszeiten und Sonderveranstaltungen ist auf kontura-duderstadt.de zu finden.

© Eckermann
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Bisher sind an vier Orten im Stadtgebiet Werke des Kunstprojektes „Schöpfung“ des Vereins Kontura zu sehen. Demnächst kommt ein weiterer hinzu: Von Freitag, 25. Juli, an zeigen Mitglieder des Kunstvereins ihre Werke im Bürgersaal des Rathauses.

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