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Duderstadt Raketenstart in Germershausen
Die Region Duderstadt Raketenstart in Germershausen
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00:18 28.08.2017
Auf dem Flugplatz des Eichsfelder Modellbau-Club e.V., schickt die Schüler-Ingenieur-Akademie selbst gebaute Raketen in den Himmel. Quelle: Hinzmann
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Germershausen

Schüler ausgewählter Göttinger Gymnasien und Gesamtschulen vom neunten bis zwölften Jahrgang konnten sich auch in diesem Jahr für den Kurs der SIA bewerben. Am Ende waren es acht Schüler aus vier Gymnasien, die unter der Leitung von Hagen Hübner, Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG), am Kurs teilnehmen durften. Ein Jahr lang, aufgeteilt in zwei Semester, widmen die Schüler jede Woche zwei Stunden dem Unterricht an der Akademie, der in den Räumen des THG erteilt wird, wie Hübner erklärt. Ziel sei, die Jugendlichen für die Ingenieurswissenschaften zu begeistern. 2007 sei die SIA ins Leben gerufen worden. Im Jahr darauf sei der erste Kurs gestartet. „Ich konnte mir die Inhalte aussuchen“, erklärt der Lehrer. Da in Göttingen ein Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist, habe es nahe gelegen, etwas mit Flugobjekten zu machen. Aus diesem Grund bauen die Teilnehmer der SIA jedes Jahr eigene Raketen, wobei neue technische Innovationen stets einbezogen würden, sagt Hübner. So habe es beispielsweise zu Beginn noch kein 3D-Druckverfahren gegeben, das jetzt von den Schülern genutzt werde.

In Germershausen sind am Freitagnachmittag vier Raketen in den Himmel gestartet und kurz darauf wieder sicher gelandet. Gebaut wurden sie von Teilneh­mern der Schüler-Ingenieur-Akademie Göttingen (SIA), die mit dem Raketenstart ihr erstes Semester abgeschlossen haben.

Die Herangehensweise bestehe darin, Theorie und Praxis miteinander zu kombinieren, erklärt Hübner. Die Teilnehmer bekämen im ersten Semester theoretisches Wissen über Aerodynamik, Elektronik und Werkstoffkunde vermittelt, das sie dann praktisch beim Raketenbau während des Unterrichts anwenden müssten. Im zweiten Semester werde der Schwerpunkt stärker auf Informatik liegen, sagt der Kursleiter. Notendruck gebe es keinen. „Es geht um Wissenserwerb, aber auch darum, Spaß und Freude zu wecken.“ Die Schüler erhielten am Ende des zweiten Semesters eine Teilnahmebescheinigung.

Höhepunkt beider Semester ist der Start der selbstgebauten Raketen. Diese stiegen mehr als 100 Meter in die Höhe und erreichten mit ihren Modellraketentriebwerken eine Geschwindigkeit von 200 bis 250 Kilometern pro Stunde, erklärt Hübner. Fester Bestandteil jeder Rakete sei ein Fallschirm, der mit Hilfe eines Timers und eines Magnetfeldsensors automatisch geöffnet werde, um die Rakete wieder möglichst sanft auf den Boden zurück zu bringen. Im zweiten Semester seien die Raketen dann größer und flögen fünf- bis sechsmal so hoch, so der Kursleiter. Ein Höhenmesser, der an den Flugobjekten befestigt sei, sorge zusätzlich noch für etwas Wettbewerb unter den Schülern.

Einige ehemalige Teilnehmer würden mittlerweile tatsächlich in technischen Berufen arbeiten oder in der Richtung studieren, sagt Hübner. „Natürlich wäre es das Tollste, wenn alle Teilnehmer am Ende Maschinenbau oder etwas Ähnliches studieren wollen.“

Das sieht Bettina Blecher von der Stiftung NiedersachsenMetall ganz ähnlich. Die Stiftung gehört gemeinsam mit der Göttinger Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, der TU Clausthal und der Sartorius AG zu den Partnern der SIA. Es gehe jedoch nicht nur darum, Interesse an den Ingenieursstudiengängen zu wecken, sondern den Jugendlichen auch ihre Möglichkeiten aufzuzeigen. So sei ein hervorragendes Zeugnis keine Grundbedingung für die Teilnahme am Kurs, erklärt Blecher. Für den 16-jährigen Colin Bruns sei die Akademie jetzt schon eine wertvolle Erfahrung, erzählt er. Der Kurs habe sein Interesse an Luftfahrt noch verstärkt. „Ich werde mit Sicherheit später in den Ingenieursbereich gehen“, sagt der Schüler.

Von Maximilian Zech

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