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Duderstadt Schulelternrat lehnt neue Oberschule ab
Die Region Duderstadt Schulelternrat lehnt neue Oberschule ab
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19:09 18.11.2010
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Wie Vorsitzende Mareike Jost unterstreicht, befürchten die Eltern, dass eine Zusammenlegung von Haupt-und Realschule in einer neuen Oberschule das Gesamtniveau des vermittelten Wissens senken werde.
„Insbesondere fürchten wir Eltern um den Wert des derzeit angesehenen Realschulabschlusses“, so Jost. Dieses Ansehen spiele bei der Bewerbung um eine Stelle eine entscheidende Rolle. „Ein Oberschulabschluss dagegen bietet unserer Überzeugung nach lange nicht diesen Stellenwert“, unterstreicht die Elternratsvorsitzende.
Zudem gebe es in der Region keine dringende Notwendigkeit zur Einführung der von der Landesregierung vorgeschlagenen Oberschule. Schließlich gebe es an der St.-Ursula-Schule inzwischen die Integrierte Gesamtschule und in Gieboldehausen die Kooperative Gesamtschule. Wer also ein solches Verbundmodell wünsche, der habe die freie Auswahl. Die Realschule in ihrer bisherigen Form solle in Duderstadt aber unbedingt erhalten bleiben, so die Vorsitzende des Schulelternrates. Sollte die Debatte um eine Oberschule in Duderstadt weiter anhalten und sich sogar noch konkretisieren, kündigte Jost für diesen Fall entschiedene Aktionen der Elternschaft für den Erhalt der Heinz-Sielmann-Realschule an.
Auf das Thema Oberschule war auch Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) bei seinem Besuch in Duderstadt eingegangen. Auch er hatte den Terminus des Schulfriedens im Zusammenhang mit der Zufriedenheit der Eltern mit dem örtlichen Schulsystem benutzt. Er unterstrich, die Oberschule könne als zusätzliches Angebot sehr wohl dazu beitragen, den Schulfrieden herbeizuführen. Dabei müsse es den Schulträgern vorbehalten bleiben, für welche Schulformen sie sich letztendlich entscheiden.

Von Sebastian Rübbert