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Duderstadt Schulleiter fordert neue Konzepte für Inklusion
Die Region Duderstadt Schulleiter fordert neue Konzepte für Inklusion
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10:00 27.12.2017
Pestalozzi-Schule in Duderstadt Quelle: Christina Hinzmann
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Duderstadt

„Nach dem letzten Schultag vor den Sommerferien 2018 werden wir nach heutigem Planungsstand unseren bisherigen Standort endgültig verlassen“, sagt Struck, Schulleiter der Pestalozzi-Schule. Lehrer, Schüler und die Schulverwaltung werden im Zuge der Inklusion auf andere Schulgebäude in der Duderstädter Innenstadt verteilt. Im Gebäude an der Neutorstraße, wo die Pestalozzi-Schule bisher beheimatet ist, soll unter dem Dach der Caritas der Inklusive Campus mit Kinderbetreungsstätten sowie einem Familienzentrum entstehen. Struck befürwortet die Inklusion. Er sei gegen die Separierung von Schülern mit Förderbedarf, aber ob mit den geplanten Umzügen tatsächlich Inklusion umzusetzen sei, sei seiner Ansicht nach fraglich.

Drei Sprachheilklassen der Pestalozzischule werden zum Schuljahreswechsel 2017/18 in Räume der St.-Elisabeth-Grundschule ziehen. Unterrichtet werden die Kinder weiterhin von Lehrkräften der Pestalozzi-Schule. Dementsprechend müssen auch die bisher unterschiedlichen Anfangs- und Pausenzeiten der beiden Schulen angeglichen werden. Für die Sprachheilklassen der Pestalozzi-Schule soll das Ganztagsangebot beibehalten werden. „Allerdings gibt es an der St.-Elisabeth-Schule keine Ganztagsbetreuung. Die Grundschüler werden zum Teil nachmittags im Hort im Haus St. Georg betreut“, nennt Struck das nächste Problem, das zu lösen sei. Also müssen die Schüler der Pestalozzi-Schule zur Nachmittagsbetreuung in die benachbarte Janusz-Korczak-Grundschule wechseln, wo sie Hausaufgabenbetreuung erhalten und auch die Mensa nutzen können. Das sei bereits mit Schulleiter Manfred Görth so abgestimmt worden. „Wir Schulleiter haben uns gut vernetzt“, beschreibt Struck die Verbindung zu Tanja Niederstrasser von der St.-Elisabeth-Schule und Görth von der Janusz-Korczak-Schule.

Die IGS St. Ursula, die in Trägerschaft des Bistums Hildesheim 2021 auslaufen wird, gibt im Sommer 2018 einige Räume für die Verwaltung und die Lernhilfeklassen des siebenten bis zehnten Jahrgangs der Pestalozzischule ab. Auch die St.-Ursula-Schule hat andere Anfangszeiten als die St.-Elisabeth-Schule. Vier Klassen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ sind bisher noch in den Räumen der Tagesstätte St. Raphael am Euzenberg untergebracht, eine weitere wird in der Neutorstraße 5 unterrichtet. Geplant sei, so Struck, auch diese Klassen zukünftig in Räumen der St.-Ursula-Schule unterzubringen.

„Wenn die Schüler der Pestalozzi-Schule in der St.Ursula-Schule untergebracht werden, aber die IGS dort kleiner wird, bedeutet das auf Dauer die weitere Separierung des Förderschul-Bereichs der Pestalozzi-Schule“, sagt Struck. Der Schulleiter hat nach Rücksprache mit den Elternvertretern an die jeweiligen Schulträger einen Antrag gestellt auf die vorübergehende Bildung eigenständiger Lerngruppen im Grundschulbereich sowie auf die Wiedereinrichtung eines fünften Jahrgangs des Förderschwerpunkts Lernen ab dem Schuljahr 2018/19 im Verantwortungsbereich der Pestalozzi-Schule. Dabei beruft er sich auf die aktuelle Koalitionsvereinbarung der SPD und CDU in Niedersachsen. Darin steht, dass es den Schulträgern ermöglicht werden solle, regionale Inklusionskonzepte im Grundschulbereich zu etablieren, zum Beispiel durch die Einrichtung von eigenständigen Lerngruppen. Außerdem können auf Antrag des Schulträgers den Förderschulen im Sekundar-I-Bereich der Lernhilfeklassen für eine Übergangszeit bis spätestens 2028 Bestandsschutz gewährt werden. Damit solle den Eltern die Auswahl zwischen inklusiver Beschulung ihrer Kinder und einer Beschulung in einem Förderschulsystem auch für den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen ermöglicht werden. Die Schulträger seien somit aufgefordert, vor diesen regional bedingten Gegebenheiten und mit Blick auf die bevorstehenden Umzüge entsprechende regionale Inklusionskonzepte zu erarbeiten.

Von Claudia Nachtwey

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