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Duderstadt Schwarzer Tod in Duderstadt
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19:29 15.03.2012
Lagern im Duderstädter Stadtarchiv: So genannte Pestkreuze, die im Mittelalter vor dem Betreten der Häuser warnten.
Lagern im Duderstädter Stadtarchiv: So genannte Pestkreuze, die im Mittelalter vor dem Betreten der Häuser warnten. Quelle: OT
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Eichsfeld

Wie in einem Bericht nachzulesen ist, befinden sich die Listen der damals Verstorbenen noch heute im Stadtarchiv und stellen eine archivalische Besonderheit dar, die schon auf mehreren Ausstellungen zu Thema Pest gezeigt wurden.

Nur durch eine militärisch überwachte Isolierung der Stadt, so die Überlieferungen, sei es gelungen, eine Ausbreitung der Epidemie in das Umland zu vermeiden. In der Stadt selbst wurden an den Häusern, in denen Pestkranke lagen, so genannte Pestkreuze angeschlagen, die vor einem Betreten der Gebäude warnten.

„Pestbuch“

Mit dem Thema Pest hatte sich übrigens bereits im Jahr 1666 der „Doktor der Medizin und praktische Arzt des Eichsfeldes“, Heinrich Wolf, im ersten gedruckten Werk des Eichsfeldes, dem „Pestbuch“ ausgiebig beschäftigt. Wie Josef Keppler weiter beschreibt, beschrieb Wolf damals mögliche Ursachen der Pest sowie Mittel und Rezepturen zur Behandlung der meist tödlich verlaufenen Krankheit.

Weitere Themen der neuen Ausgabe des Eichsfelder Heimatzeitschrift sind die Wiedereinführung der Bezeichnung Flecken für die Ortschaft Lindau, die Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Halle-Kassel über Arenshausen vor nunmehr 140 Jahren sowie ein Bericht über die Erhebung von Mautgebühren vor 150 Jahren.

Heiliges Holz

Ein Lehrerschicksal im 19. Jahrhundert schildert Josef Bodmann am Beispiel des Lehrers Johannes Fasshauer in Werxhausen. Bertram Strecker befasst sich mit dem Heiligen Holz. Es handelt sich dabei um ein Helmsdorfer Waldstück in der Silberhäuser Gemarkung. Ergänzt werden die Beiträge durch die bekannten Rubriken.

Kostenlose Leseexemplare der aktuellen Ausgabe: bei Mecke Druck, Postfach 1420, 37107 Duderstadt oder unter mecke-druck.de/eichsfeld.

Von Sebastian Rübbert

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