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Duderstadt DLRG richtet Wettkampf für Grundschüler aus
Die Region Duderstadt DLRG richtet Wettkampf für Grundschüler aus
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00:32 27.04.2018
Der Eichsfelder Grundschulcup 2018 im Hallenbad: Wettkampf von Schülerinnen der 4. Klassen in der Disziplin "Schwimmen mit Ringhochholen". Mitschülerinnen feuern die Schwimmerinnen an.
Der Eichsfelder Grundschulcup 2018 im Hallenbad: Wettkampf von Schülerinnen der 4. Klassen in der Disziplin "Schwimmen mit Ringhochholen". Mitschülerinnen feuern die Schwimmerinnen an. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

„Für die meisten der Kinder ist es das erste Mal, dass sie einen Wettkampf erleben“, sagte Arend. Sie seien aber mit Begeisterung dabei. „Gleich, als die ersten Kinder ins Wasser sprangen, wurde vom Beckenrand lautstark angefeuert.“

„Wettkampfcharakter erleben“

Die Geräuschkulisse im Hallenbad ist enorm. Die Kinder, die gerade nicht schwimmen, gehen am Beckenrand begeistert mit. Das spornt die Schwimmer an, bis zum Ende alles zu geben. Als erstes stand Brustschwimmen über eine Distanz von 50 Metern auf dem Programm. Beim zweiten Start ging es darum, nach 25 Metern ein Schwimmbrett (dritte Klassen) oder einen Ring (vierte Klassen) aufzusammeln und auf dem Rücken zurückzuschwimmen. „Schön, dass es diesen Wettkampf wieder gibt“, sagte Ina Thorm, Grundschullehrerin mit Ausrichtung Sport an der Janusz-Korczak-Grundschule. „Für die Kinder ist es auch wichtig, den Wettkampfcharakter zu erleben.“ Zweimal habe die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft den Cup nicht ausrichten können, weil nicht das notwendige Personal zur Verfügung gestanden habe, sagt Arend. Dieses Mal halfen unter anderem zwei junge Männer, die gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren.

Schwimmen als Lieblingsunterricht

Auch die Schulen können sich im Unterricht auf die Unterstützung von FSJ-lern verlassen. Aber auch manche Eltern unterstützen während der Schwimmstunden. „Die Kinder gehen gern schwimmen“, sagt Thorm. „Es ist ihr Lieblingsunterricht schlechthin.“ Allerdings habe die Ausdauerleistungsfähigkeit der Kinder in den vergangenen Jahren immer mehr nachgelassen, sagt Karina Baier, Grundschullehrerin an der St.-Elisabeth-Grundschule. „Viele Eltern sehen noch zu, dass ihre Kinder möglichst früh das Seepferdchen machen“, bemängelt sie. Danach werden dann nur noch Spaßbäder besucht. Deshalb stehe die Steigerung der Ausdauer an erster Stelle. „Die Kinder müssen sich in einer Notsituation lange genug über Wasser halten können.“

Die dritte Schule, die an den Start ging, war die Maximilian-Kolbe-Grundschule Gerblingerode. Sportlehrer Manfred Eckert erklärt, dass es wichtig sei, die Kinder an ihrem Leistungsstand abzuholen. „Sie müssen mit Spaß und freiwillig bei der Sache sein.“ Er erzählt von einer Schülerin, die freiwillig auf das Drei-Meter-Brett steige. „Irgendwann wird sie auch springen“, ist er sich sicher. Früher seien Kinder vom Beckenrand gestoßen worden, wenn sie nicht ins Wasser wollten. Gerade schwachen Kandidaten müsse man aber erst einmal die Scheu vor dem Wasser nehmen.

Wunsch: Erhalt des Hallenbades

„Wir nutzen bei schönem Wetter auch oft das Freibad“, sagt Eckert. Das sei aber keine Alternative für den regelmäßigen Schwimmsport, erklärt Baier. Bei schlechtem Wetter würden die Kinder schnell die Lust verlieren. „Unser Wunsch ist, dass es weiter ein Hallenbad in Duderstadt gibt, damit der Schwimmunterricht gesichert ist“, betont Thurm – was ihre Kollegen von den anderen Schulen bestätigten.

Von Rüdiger Franke