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Duderstadt Sicherheitstraining der Polizei: Fünftklässler nehmen Busfahrerperspektive ein
Die Region Duderstadt Sicherheitstraining der Polizei: Fünftklässler nehmen Busfahrerperspektive ein
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21:26 22.08.2013
Mit oranger Folie sichtbar gemacht: Polizist Dierk Falkenhagen ist im Rückspiegel des Busses erkennbar, die Kinder direkt neben ihm hingegen nicht. Quelle: Lüder
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Duderstadt

„Mit der Aktion wollen wir den Kindern zeigen, wie gefährlich unaufmerksames Verhalten im Straßenverkehr und besonders der tote Winkel sein kann“, erklärte Falkenhagen. Das Training sei in diesem Jahr zum dritten Mal für die Fünftklässler aus Gieboldehausen und Duderstadt angeboten worden, da viele Kinder von den Grundschulen in ihren Dörfern nach Duderstadt und in den Flecken gekommen seien. „Gerade die neuen Buskinder müssen sich an die Situation im Bus gewöhnen und mit den Gefahren vertraut werden“, so der Polizeibeamte.

Mit einer Theoriestunde über das Verhalten in der Stadt, die Kelly-Inseln und allgemeine Verkehrssicherheit ging Müller voran und bereitete die Kinder auf die nachfolgende Praxisstunde bei Falkenhagen vor. Durch die Kooperation mit dem Nesselröder Omnibusbetrieb Rizor konnten die Kinder an Stelle des Busfahrers treten und miterleben, was dieser in seiner Fahrerkabine wahrnimmt. Mit Hilfe einer orangen Folie, die auf den vom Busfahrer nicht einsehbaren Raum neben dem Bus gelegt wurde, konnte der tote Winkel im Training sichtbar gemacht werden. Wenn ihre Mitschüler sich auf das orange Dreieck stellten und völlig aus dem Sichtfeld des Kindes auf dem Fahrersitz verschwanden, zeigten sich die meisten sehr erstaunt: „Da sieht man ja niemanden mehr!“, riefen viele der Fünftklässler überrascht.

„Kinder lernen am besten durch Sehen und Praktizieren, deshalb schlüpfen alle in die Rolle des Busfahrers und sehen, wie ihre Klassenkameraden neben dem Bus im toten Winkel verschwinden“, erläutert Falkenhagen das Training. Als Berater der Aktion trat neben den beiden Polizeibeamten der Busfahrer Werner Leibecke auf, der die Schüler aus erster Hand auf Schwierigkeiten und Gefahren aufmerksam machte. Im Mittelpunkt stand zwar der sichere Schulweg, doch die Schüler sollen das neu erlangte Wissen auch in die Freizeit integrieren. Denn im vergangenen Jahr, so Falkenhagen, habe sich keiner der sieben verzeichneten Personenunfälle auf dem Schulweg, sondern ausschließlich in der Freizeit ereignet.

Von Elisa von Hof