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Duderstadt Siebtes Treffen bei "Don Camillo und Peppone"
Die Region Duderstadt Siebtes Treffen bei "Don Camillo und Peppone"
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00:17 03.12.2016
Zum siebten Mal haben sich am Mittwochabend Vertreter aus Kommunalpolitik und Kirchengemeinde zur Diskussionsrunde "Don Camillo und Peppone".
Zum siebten Mal haben sich am Mittwochabend Vertreter aus Kommunalpolitik und Kirchengemeinde zur Diskussionsrunde "Don Camillo und Peppone". Quelle: Mühlhaus
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Duderstadt

Es ging darum, den demografischen Wandel der Gesellschaft unter die Lupe zu nehmen und Lösungswege für die eigenen Gemeinden aufzuzeigen.

Synergien schmieden

Die unter dem Mantel des Dekanats Untereichsfeld, der evangelischen Kirche, des Caritasverbandes und der Demografiebeauftragten des Landkreises Göttingen agierende Gruppe widmete sich dem Thema "Kinder-und Jugendarbeit der Gemeinden und Kirchen" und wandte sich im Diskurs vordringlich der Gestaltung generationsübergreifender Projekte in den Samtgemeinden Radolfshausen und Gieboldehausen sowie der Stadt Duderstadt zu.

Nachdem Propst Bernd Galluschke die Gruppe begrüßt hatte, unterstrich die Demografiebeauftragte des Landkreises Göttingen, Regina Meyer, die Dringlichkeit, Synergien in einer sich wandelnden und immer älter werdenden Gesellschaft zu schmieden. Der Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Göttingen, Ralf Regenhardt, regte an, den demografischen Wandel der Gesellschaft als Chance zu sehen.

Auch Defizite

Schließlich rückte die Kinder-und Jugendarbeit in Kirche und Gemeinde und deren Vernetzung mit Seniorenprojekten in den Fokus der Diskussion. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) machte in der Stadt eine hervorragende Kinder-und Jugendarbeit aus, räumte aber ein, dass es auch Defizite gebe. Insgesamt jedoch sei es beachtlich, was Jugendliche tagtäglich in den Bereichen Fußball, Handball, Freiwillige Feuerwehr und Schule leisteten. "Das sind Hunderte, die regelmäßig auf den Beinen sind und sich großartig engagieren".

Ebenfalls lobte der Bürgermeister das ehrenamtliche Wirken in Kirche und Gesellschaft. "Wir haben viel vernetzende Arbeit hier - mehr als wir auf den ersten Blick sehen", so der Bürgermeister. Schließlich wandten sich die Diskussionsteilnehmer möglicher Zukunftsprojekte zu. Propst Galluschke sah in der Wallfahrt für Menschen mit Behinderung nach Germershausen, bei der in diesem Jahr 200 Alte und Kranke von ebenso vielen Jugendlichen hervorragend betreut wurden, ein ideales Projekt, das man weiterverfolgen sollte. Regenhardt betonte, dass man mit dem Computer-Club im Lorenz Werthmann-Haus gute Erfahrungen gemacht habe, wo sich 40 Ehrenamtliche mit Kontakten zu Jugendlichen darum bemühen, Senioren "Neue Medien" näherzubringen.

 

Am Ende des Abends bestand Einvernehmen darüber, dass die Treffen "Don Camillo und Peppone" in der bisherigen Form nicht mehr weitergeführt werden sollen. Nichtsdestotrotz schlugen die Teilnehmer vor, ein generationsübergreifendes Computerprojekt anzuschieben. Bürgermeister Nolte riet, das Vorhaben in die Hände der Volkshochschule in Duderstadt zu geben und mit der Organisation den Landkreis zu betrauen.

Von Gregor Mühlhaus