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Duderstadt Spatenstich für Gemeindezentrum Tiftlingerode steht bevor
Die Region Duderstadt Spatenstich für Gemeindezentrum Tiftlingerode steht bevor
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09:00 19.03.2019
So soll das neue Gemeindezentrum einmal aussehen (großes Bild). Quelle: Architekturbüro Bringmann
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, Tiftlingerode

 Rund 650000 Euro werden in Tiftlingerode in das Gemeindezentrum investiert. Es ist ein gemeinsames Projekt von Kommune und Kirchengemeinde im Rahmen der Dorferneuerung. Jetzt steht der Spatenstich bevor.

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Die Kooperation bei dem größten Projekt der Dorfregion von sechs Duderstädter Dörfern sei zukunftsweisend, haben im Vorfeld die Beteiligten Partner betont. Kirchengemeinde und bürgerliche Gemeinde, genauer gesagt das Bistum Hildesheim und die Stadt Duderstadt haben sich zusammengetan, um für die geplante Erweiterung des bestehenden Pfarrzentrums in Tiftlingerode Fördermittel aus der Dorfentwicklung zu generieren. „Das ist einmalig in Niedersachsen“, sagt Tiftlingerodes Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU), „dass ein Projekt dieser Größenordnung gemeinsam realisiert wird“. Umso erfreuter sind die Akteure, unter ihnen Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und Propst Bernd Galluschke, dass jetzt der Spatenstich bevor steht.

Am Freitag, 22. März, erfolgt der symbolische Baubeginn um 16 Uhr an der Kaplan-Müller-Straße bei der St. Nikolaus-Kirche. Ortsrat, Kirchengemeinde und Bauausschuss laden dazu die Einwohner Tiftlingerodes ein, denn für sie ist das neue dörfliche Gemeindezentrum St. Nikolaus gedacht. „Es soll ein offener Treffpunkt für alle Generationen sein“ und von allen Gruppen und Generationen genutzt werden, kündigt der Ortsbürgermeister an. Die örtliche Grundschule und der Gesangverein Einigkeit werden den ersten Spatenstich musikalisch umrahmen. Erwartet werden unter anderem Vertreter des niedersächsischen Landwirtschaftsmuseums, der Duderstädter Stadtverwaltung und auch der katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus sowie des Bonifatius-Werks, der Vereine und Verbände Tiftlingerodes.

Vorbereitende Arbeiten haben begonnen

Die vorbereitenden Arbeiten für das Projekt haben bereits begonnen. Unter anderem sind drei Bäume gerodet worden, um Platz für die Erweiterung zu schaffen. 22 Firmen werden sich an dem Projekt beteiligen. Goebel ist froh, dass die Ausschreibungen gut gelaufen seien und sich die Befürchtungen vor einer möglichen Kostenexplosion nicht ergeben hätten. „Ich gehe davon aus, dass wir den Kostenrahmen einhalten können“.

60 Prozent der Gesamtkosten werden aus dem Förderprogramm der Dorfentwicklung finanziert. Das Bistum Hildesheim trägt 105000 Euro und die Stadt Duderstadt ist mit 60000 Euro im Boot. Weiterhin finanziert der Ortsrat aus den Erlösen von verschiedenen Aktionen, wie etwa dem Tulpenbasar im Oktober, rund 36000 Euro, die Kirchengemeinde St. Cyriakus gibt 50000 Euro dazu. Mit weitere Aktionen, wie zum Beispiel einem Kerzenverkauf, sollen noch die fehlenden Mittel – rund 30000 bis 40000 Euro – für die Inneneinrichtung finanziert werden. Dazu zählt Mobiliar ebenso wie Geschirr und moderne Kommunikationstechnik, Beamer und Mikrofonanlage. Die Finanzierung des Projektes sei „ein Kraftakt sondersgleichen“ gewesen und habe manche schlaflose Nacht gekostet, so Goebel und dankt auch den Spendern und Sponsoren.

Das Projekt sieht eine Sanierung des bestehenden Pfarrheims und einen Anbau vor. Das Anfang der 80er-Jahre errichtete Gebäude habe feuchte Wände, die Toiletten müssten überholt werden und es fehle ein Jugendraum, so Goebel. Der bestehende, etwa 70 Quadratmeter große Pfarrsaal werde laut Planung des Bilshäuser Architektenbüros Bringmann auf künftig etwa 100 Quadratmeter erweitert, davor entsteht eine zum Teil überdachte Terrasse. Ein neuer Jugendraum mit rund 35 Quadratmetern und ein neuer Gruppenraum sind geplant, weiterhin werde das Foyer umgestaltet sowie ein Schank- und Küchenraum vorgesehen, außerdem die Sanitäranlagen saniert.

Bezug nach Bauzeit von neun Monaten Anfang 2020 geplant

Es wird mit einer Bauzeit von etwa neun Monaten gerechnet. „Spätestens Anfang 2020 sollen sie neuen Räumlichkeiten bezogen werden“, hofft der Ortsbürgermeister. Immerhin gebe es schon „viele Anfragen“ für Buchungen. Der Sportverein wolle 2020 seine 100-Jahr-Feier im neuen Gemeindezentrum ausrichten, und auch der Gesangverein plane, die Feier zum 125-jährigen Bestehen ebenfalls dort. Als „offenes Haus“ könne das neue Gemeindezentrum dann auch von Privatpersonen beispielsweise für Familienfeiern gebucht werden. Vereine und örtlichen Gruppierungen sollen das neue St.-Nikolaus-Zentrum kostenfrei nutzen dürfen, wenn sie sich an den Heiz- und Betriebskosten beteiligen.

Von Britta Eichner-Ramm

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