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Duderstadt St. Martini eröffnet Abteilung Gefäßchirurgie
Die Region Duderstadt St. Martini eröffnet Abteilung Gefäßchirurgie
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19:06 28.03.2012
Von Anne Eckermann
Erwartet durch neue Fachabteilung jährlich rund 400 Patienten mehr: Krankenhaus St. Martini in Duderstadt.
Erwartet durch neue Fachabteilung jährlich rund 400 Patienten mehr: Krankenhaus St. Martini in Duderstadt. Quelle: Tietzek
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Duderstadt

Rund 700 000 Euro investiert das von den Vinzentinerinnen getragene Haus für neue Geräte und Räumlichkeiten. Allein rund 300 000 Euro kostet schon der hochmoderne C-Bogen, ein Röntgengerät, das bei Gefäß-Operationen eingesetzt wird.

„Damit weiten wir unser Leistungsspektrum erneut deutlich aus. Und das bedeutet nicht nur eine deutliche Verbesserung der Patientenversorgung im Altkreis Duderstadt, sondern auch eine Stärkung des Krankenhauses in puncto Zukunftsfähigkeit“, betonen Krankenhausoberin Schwester Càrola Brun und Geschäftsführer Jürgen Thoridt. Ab April erwarten beide zukünftig einen Zuwachs von rund 400 Patienten pro Jahr, die sich in der Duderstädter Klinik behandeln lassen wollen.

Geleitet wird die neue Abteilung von Chefarzt Gerd Weigel. Der 58-jährige fünffache Vater mit Wohnsitz in Seesen hat vor seinem Wechsel ins Eichsfeld als leitender Oberarzt die Abteilung für Gefäßchirurgie im Krankenhaus Northeim aufgebaut. Das neue Mediziner-Team, das bislang ebenfalls im Northeimer Krankenhaus tätig war und mit Weigel geschlossen nach Duderstadt wechselt, besteht aus den beiden Oberärztinnen Katrin Schmalenberger und Jutta Kaffarnik, den Assistenzärztinnen Magdalena Kar und Birte Anneke Heyd sowie OP-Schwester Gisela Schmidt und Arzthelferin Sabine Gottschalk-Mäcker.

Zusammenarbeit mit dem Gefäßzentrum Südniedersachsen

Therapiert werden in der Gefäßchirurgie zukünftig alle arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen wie Kompressionssyndrome und Aussackungen der Brust- und Bauchschlagadern. Bei der Anlage von Bypässen arbeiten Weigel und seine Kolleginnen vorzugsweise mit körpereigenen Venen, die an anderer Stelle des Körpers entnommen werden. Neben der Implantation von Shunts und Kathetern werden auch Krampfadern, so genannte Raucherbeine und offene Beine sowie Gefäßverletzungen behandelt. „Damit müssen wir uns nicht hinter großen Häusern verstecken“, betont Weigel, der auch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Gefäßzentrum Südniedersachsen pflegt.

„Für ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung ist ein Leistungsspektrum in diesem Umfang und dieser Qualität außergewöhnlich“, weiß Udo Iseke, Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie an St. Martini.
Die Fachabteilung wird  auf der Station B2 mit Pflegebetten und Untersuchungsraum angesiedelt.