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Duderstadt Bestattungspark als Alternative zum Wald
Die Region Duderstadt Bestattungspark als Alternative zum Wald
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00:34 12.03.2018
Parkähnliche Strukturen weist der St.-Paulus-Friedhof in Duderstadt auf.
Parkähnliche Strukturen weist der St.-Paulus-Friedhof in Duderstadt auf. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

In der jüngeren Vergangenheit habe die Verwaltung immer wieder Nachfragen zu Natur- und Waldbestattungen erhalten, erklärte Nolte. Der Wandel der Bestattungskultur stand deshalb unter anderem bereits im vergangenen Jahr auf der Tagesordnung des Rates der Stadt sowie des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz. Dabei ging es auch um die Einrichtung eines Bestattungswaldes.

Im Anschluss an eine Forstbereisung mit Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus hatte Forstoberrat Michael Degenhardt, Leiter des Forstamtes Südniedersachsen, im September über das Thema Waldbestattungen informiert. Dafür würden Standorte benötigt, die bestimmten Anforderungen entsprechen. Zu beachtende Kriterien bei der Suche nach einem geeigneten Standort seien der Grundwasserschutz, die Zuwegung und auch Parkmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund hatte Forstamtmann Joachim Säger, Förster der Bezirksförsterei Duderstadt, in Abstimmung mit der Stadt gemeinsam mit einer Expertin der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer bereits eine Fläche im Bereich Hübental besichtigt.

Freiflächen

Doch während einer Begehung des St.-Paulus-Friedhofs in Duderstadt diskutierten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz eine weitere Alternative: die Einrichtung eines Bestattungsparks auf dem parkähnlichen Gelände des Friedhofes. „Ich war wie die meisten überrascht, wie viele Flächen auf dem Friedhof zur Verfügung stehen“, sagte Nolte nach der Begehung. Die Idee zur Weiterentwicklung des St.-Paulus-Friedhofs sei von den Teilnehmern der Begehung mit hoher Zustimmung aufgenommen worden, wobei noch kein fester Standort bestimmt wurde.

Freifläche auf dem St.-Paulus-Friedhof in Duderstadt Quelle: Rüdiger Franke

Vor 20 Jahren hätten viele Menschen noch die Befürchtung gehabt, keine freien Plätze auf dem Friedhof zu finden, sagte Joachim Vetter (SPD). Das habe sich mittlerweile komplett geändert. Es gebe mehrere Freiflächen. Die Idee, einen Bestattungspark auf dem Friedhof einzurichten, sei durchaus attraktiv. Die großen Bäume würden sich für eine naturnahe Bestattungsform im städtischen Umfeld anbieten. Wenn in einem Bereich auslaufende Liegezeiten nicht neu vergeben würden, könne auf dem Friedhof ein noch ausgeprägterer Parkcharakter entstehen.

Auf den städtischen Friedhöfen werden derzeit folgende Grabstätten angeboten: Reihen- und Wahlgrabstätten, Urnenreihen-, -wahl- und -gemeinschaftsgrabstätten sowie Ehrengrabstätten, darüber hinaus in Gerblingerode anonyme Reihengrabstätten und in Duderstadt anonyme Urnenreihengrabstätten.

Sanierung der sanitären Anlagen

Auch rund um die Friedhofskapelle sollen Veränderungen erfolgen, berichtete Nolte. Der Vorplatz sei dank der namhaften Spende einer Duderstädter Familie bereits gut aufbereitet worden. Doch dringender Handlungsbedarf bestehe bei den sanitären Anlagen auf der Rückseite des Gebäudes. Sowohl der Zustand als auch der Treppenzugang müssten verbessert werden. Auch die Wasserstelle soll verlegt werden. Für diese Arbeiten seien im Haushaltsentwurf 30 000 Euro vorgesehen und für das Jahr 2019 weitere 220 000 Euro.

Die Kapelle auf dem St.-Paulus-Friedhof in Duderstadt Quelle: Rüdiger Franke

Von Rüdiger Franke

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