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Duderstadt Duderstadt hat ein Problem mit Hundekot
Die Region Duderstadt Duderstadt hat ein Problem mit Hundekot
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00:20 01.04.2019
Vorbildlich: Dieser Hundehalter hat beim Spaziergang auf dem Wall in Duderstadt einen Kotbeutel mitgebracht. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Duderstadt

In den Gremien wie auch in der Stadtverwaltung geht es immer wieder auch um das Thema Hundekot. Vor allem in Zeiten, da allerorten Frühjahrsputz- und Müllsammelaktionen stattfinden, sind die derzeitigen Duderstädter Überlegungen aktueller denn je. „Wir werden in naher Zukunft die Situation mit dem Hundekot verbessern“, kündigt Bauhofleiter Frank Widera an, und zwar auf dem Wall und in der gesamten Innenstadt. Damit werde auf Hinweise von Bürgern reagiert, die sich über Hundehaufen ärgern.

„Das Thema bleibt ein Dauerbrenner“

Vom Duderstädter Ortsrat und dessen Arbeitsgruppe Innenstadt ist das Thema Hundekot im Zusammenhang mit Forderungen nach mehr Sauberkeit in der Stadt schon angesprochen worden. „Das Thema bleibt ein Dauerbrenner“, glaubt Ortsbürgermeister Manfred Otto. Er plädiert dafür, die Menschen bei Fehlverhalten direkt anzusprechen. „Auge in Auge“ könne das vielleicht ein Umdenken bewirken, hofft Otto.

Auch in den sozialen Medien wird gerne über Hundehaufen debattiert. Nicht selten werden Hundehalter pauschal verurteilt, obwohl nicht jeder, der einen Hund Gassi führt, dessen Hinterlassenschaft achtlos liegen lässt. Erika Drenkelfurt hat eigenen Angaben bei ihrer Hunde-Runde immer Beutel dabei. Sie habe allerdings schon bei anderen beobachtet, dass diese zwar den Haufen mit einem Beutel aufgenommen, diesen dann aber in die Büsche entsorgt hätten.

Auf Verantwortungsbewusstsein setzen

Es gebe an verschiedenen Standorten auf dem Wall und in der Innenstadt Beutelspender, an denen Hundehaltern ermöglicht wird, beim Spaziergang Kotbeutel zu entnehmen, um damit den Haufen ihres Vierbeiners aufzunehmen, erläutert Widera. Die Zahl der Beutelspender soll in Kürze erhöht werden, kündigt der Bauhofleiter an. Zugleich setze die Stadt aber auch auf mehr Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter. Denn die speziellen Behälter, in denen die Beutel mit den aufgenommenen Hundehaufen entsorgt werden können, werde der Bauhof wieder abbauen.

Widera nennt die Erfahrungen seiner Mitarbeiter im langen, heißen Sommer 2018 als Grund. „Das Entleeren der Behälter war ekelhaft und eine Zumutung.“ Dass die Kotbehältnisse wieder abgebaut werden sollen, diene dem Schutz der Mitarbeiter.

„Nicht die Hunde verhalten sich falsch“

Hundehaufen im Stadtbild haben auch schon die Bürgerinitiative für eine Lebendige Innenstadt beschäftigt. Sprecher Wilfried Dierkes sagt: „Es sind ja nicht die Hunde, die sich falsch verhalten, sondern die Besitzer.“ Da die Stadt schon überall Beutelspender aufgestellt habe, so Dierkes, sei es schon ärgerlich, wenn dennoch Haufen liegen blieben. „Anwohner der Jüdenstraße müssen regelmäßig ihre Hauswand abschrubben“, nennt er als Beispiel einen Bereich, in denen sich die Haufen häufen. Auch unterhalb des Fußwegs am Wall auf dem Grünstreifen seien oftmals viele Hinterlassenschaften zu finden.

Dierkes hat Zweifel, dass ein Anschreiben der Hundehalter mit dem Hinweis auf die drohende Ordnungswidrigkeit, viel bringt. Meistens erwische das Ordnungsamt die Hundehalter ja nicht auf frischer Tat, um sie zur Kasse zu bitten.

Pflichten für die 1521 Hundehalter

In der Stadt Duderstadt sind aktuell 1521 Hundehalter registriert. Die Zahl der angemeldeten Tiere liegt bei 1629. Die Paragrafen 11 und 14 der „Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Duderstadt“ regeln die Pflichten der Tierhalter und die Höhe des Bußgeldes im Fall der Zuwiderhandlung.

Da heißt es zum Beispiel, dass „Hundehalterinnen und Hundehalter und die mit der Führung oder Betreuung von Hunden beauftragten aufsichtsfähigen Personen“ verpflichtet sind, „die Verunreinigungen durch Hundekot auf öffentlichen Straßen und öffentlichen Anlagen, die durch die von ihnen geführten Hunde verursacht worden sind, unverzüglich zu beseitigen. Dies gilt insbesondere auch auf allen Wegen und Flächen, die vornehmlich Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sind. Die Reinigungspflicht geht der des Anliegers vor; die Wegereinigungspflicht der Anlieger wird dadurch jedoch nicht berührt.“

Für die Verunreinigung durch Fäkalien wie Hundekot sieht der Bußgeldkatalog „mindestens zehn Euro“ vor, je nach Ermessen könnten aber auch das Niedersächsische Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Nds. SOG) angewendet werden, erklärt Svenja Eckert, Sprecherin der Stadtverwaltung. Danach wären Geldbußen bis zu 5000 Euro möglich. Tatsächlich sei in der Stadt Duderstadt in der Vergangenheit aber keine Geldbuße wegen Verunreinigung durch Hundekot verhängt worden. Es sei problematisch, die Leute zu erwischen, so Eckert. Wenn Mitarbeiter des Ordnungsamtes beispielsweise auf dem Wall unterwegs seien, bekämen das die Hundehalter mit und verhielten sich korrekt.

Von Britta Eichner-Ramm

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