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Duderstadt Was halten Eltern von den Kindertagesstätten in Duderstadt?
Die Region Duderstadt Was halten Eltern von den Kindertagesstätten in Duderstadt?
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17:00 02.07.2019
Um zu ermitteln, wie zufrieden die Eltern mit den Kindertagesstätten in Duderstadt sind, verteilt der Stadtelternrat nun Fragebögen. Quelle: dpa
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Duderstadt

Vesper, pädagogische Arbeit und Elterngespräche: Mit einer Befragung will der Stadtelternrat in Duderstadt erfahren, wie zufrieden die Eltern mit den Kindertagesstätten im Stadtgebiet sind. Die Bögen werden zurzeit ausgeteilt.

„Das ist eine freiwillige, anonyme Befragung“, sagt der Vorsitzende des Stadtelternrats, Dirk Eickhoff. 5000 Seiten mit Fragen werden dabei an insgesamt 740 Haushalte verteilt. Bei der Befragung gehe es darum, den Bedarf der Eltern nach langer Zeit wieder zu ermitteln. Auf jeweils fünf Seiten stellen sich den Eltern unter anderem Fragen nach den Öffnungszeiten der Kindergärten, der Qualität des Mittagessens und zum Engagement der Erzieher.

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Kindergärten unterschiedlich ausgestaltet

So sollen eventuelle Schwierigkeiten ausgemacht werden. Die könnte es zum Beispiel bei den Betreuungszeiten geben. Aber: „Das ist alles nur gefühlte Temperatur“, meint Eickhoff. Auch die Qualität und das Wohlbefinden in den einzelnen Kindergärten wollen die Mitglieder des Stadtelternrat feststellen.

In dem Fragebogen können Eltern ihre Zufriedenheit mit den Kindertagesstätten zum Ausdruck bringen. Quelle: dpa

Die Kindergärten im Stadtgebiet seien sehr unterschiedlich aufgestellt, berichtet Eickhoff. Durch die Befragung, so erhofft er sich, könnten sie am Ende im besten Fall in ihrer Qualität aneinander angeglichen werden. Die Leitungen der Kindergärten könnten sich über die Ergebnisse dann mit den Eltern auseinandersetzen.

Fragebögen mit der Stadtverwaltung abgestimmt

Zudem sollen die drei Träger der Duderstädter Kindergärten – die Stadt, die Kirche und die Caritas – mit ins Boot geholt werden. Der Stadtelternrat habe die Befragung mit der Stadtverwaltung abgestimmt, sagt Bettina Steinmetz vom Fachbereich Allgemeine Verwaltung und Bildung: „Das ist einvernehmlich vonstatten gegangen.“

Die Stadtverwaltung habe einen hohen Anspruch an ihre Kindertagesstätten in Fuhrbach, Desingerode und Breitenberg. In insgesamt zehn Einrichtungen im Stadtgebiet werden Kinder betreut. 752 genehmigte Plätze stehen zur Verfügung, von denen 596 auf die Kindergärten, 116 auf die Krippen und 40 auf die Horte entfallen. Im März waren 581 Kindergartenplätze belegt. Zusätzlich dazu stehen 20 Tagespflegestellen bereit, in denen Tagesmütter auf die Kinder aufpassen. 93 Kinder im Krippen- und Kindergartenalter wurden dort im März betreut.

„Angebote bedarfsgerecht weiterentwickeln“

„Die Befragung dient dazu, ein Gefühl dafür zu kriegen, wie die Eltern die Betreuung in den Einrichtungen sehen“, sagt Steinmetz. Im Anschluss könnten Gespräche mit den Verantwortlichen aufgenommen werden. Dabei sei allerdings zu bedenken, dass bei einigen Themen eher der Stadtelternrat gefragt sei, während in anderen Fällen die Stadtverwaltung Ansprechpartnerin sei. „Wir wollen die Angebote bedarfsgerecht weiterentwickeln“, fasst Steinmetz zusammen. Am Ende sei dabei auch die Politik gefragt.

752 genehmigte Kindergartenplätze stehen in Duderstadt zur Verfügung. Quelle: dpa

Für Eickhoff ist Duderstadt ein attraktiver Arbeitsstandort mit einem internationalen Konzern, der Fachkräfte in die Stadt zieht. Doch um die Arbeitnehmer vor Ort zu halten, seien auch geeignete Betreuungsangebote notwendig. „Wir sind das Sprachrohr der Eltern“, sagt er. Im Rat könnten sich die Eltern vernetzen und austauschen. So entstand auch die Idee mit der Befragung, die alle Elternvertreter befürwortet hätten.

Die Befragungsbögen werden nun über die Kindergärten an die Eltern verteilt. Sie haben bis zu den Ferien Zeit, sie auszufüllen. Danach wollen die Mitglieder des Stadtelternrates die Bögen für jede einzelne Kindergartenebene auswerten, sagt Eickhoff. Im Herbst wollen sie die Ergebnisse dann präsentieren.

Von Norma Jean Levin