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Duderstadt „Stadtfusikanten“ im Fußballfieber
Die Region Duderstadt „Stadtfusikanten“ im Fußballfieber
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20:26 04.07.2010
Nachlese: Am Sonntag debattieren Kurt Bauermeister, Jens Würriehausen, Marc Bauermeister, Michael Kleiner, Tim Bauermeister und Dennis Wandtke (von links) die Partie vom Vortag. Quelle: Tietzek
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34 Fans der norddeutschen Bundesliga-Mannschaft haben am Sonnabend in Rhumspringe den Werder-Fanclub „Bremer Stadtfusikanten“ gegründet und möchten neben vielen anderen Aktivitäten auch Spieler in die Region einladen.

Die Initiative zur Gründung des Fanclubs ging vom frisch gewählten ersten Vorsitzenden Marc Bauermeister aus, der im Jahr 2003 aus beruflichen Gründen das Eichsfeld verlassen hatte und nach Bremen gezogen war. Hier lernte er neue Freunde kennen, die ihn sofort zu einem Heimspiel von Werder Bremen mitnahmen, das die Norddeutschen gegen 1860 München gewannen. „Da war so eine Begeisterung im Stadion, dass ich sofort Feuer und Flamme war.“ Der Funke sprang auch auf andere Familienangehörige über, die er zu Fußball-Besuchen in die Hansestadt einlud.

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Die Mitglieder des nun gegründeten Fanclubs sind neben Angehörigen größtenteils Fans aus Bremen und dem Umland. „Wir machen das Gründungstreffen in Rhumspringe, weil hier meine Familie und meine alte Heimat ist“, so Bauermeister: Der Club sei für weitere „eingefleischte Fans“ offen.

Zum Vereinsalltag gehören regelmäßige Treffen, Sitzungen, Besuche der Heimspiele und Ausflüge, die auch ins Eichsfeld führen. Hinzu kommen Wohltätigkeitsveranstaltungen wie Turniere mit anderen Fanclubs, bei dem die Erlöse sozialen Projekten zu Gute kommen.
Die Erwartungen an die nächste Saison von Werder sind hoch. „Ich glaube, sie schaffen die Qualifikation für die Champions League. In der Bundesliga rechne ich mit einem Platz unter den ersten drei.“ Doch am Sonnabend stand der 4:0-Erfolg der DFB-Elf gegen Argentinien im Mittelpunkt, das die Fans auf einer Leinwand verfolgten und mit Jubel begleiteten. „Das war Ausnahmezustand“, schmunzelte Bauermeister, der am Sonntag sicher war: „Die junge Truppe kann niemand stoppen, die bringen den vierten Stern nach Hause.“

Von Axel Artmann