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Duderstadt Starkregen macht Maispflanzen zu schaffen
Die Region Duderstadt Starkregen macht Maispflanzen zu schaffen
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19:05 15.07.2009
Betrachten plattliegende und abgeknickte Maispflanzen im Feld des Kreislandwirts: Hubert Kellner, Manfred Bartels, Hans-Georg Macke, Christoph Brandfaß und Susanne Pferdemenges (von links).
Betrachten plattliegende und abgeknickte Maispflanzen im Feld des Kreislandwirts: Hubert Kellner, Manfred Bartels, Hans-Georg Macke, Christoph Brandfaß und Susanne Pferdemenges (von links). Quelle: Tietzek
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Auf einem Maisfeld am Rosenthaler Hof bei Westerode sind Schäden an den Maispflanzen zu beobachten. Besitzer des zwei Hektar großen Schlages ist Kreislandwirt Hubert Kellner, der auch Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Göttingen ist. Eingesät wurde der Acker des Desingeröders am 23. April. Die Ernte, mit der Ende September zu rechnen ist, fließt in die Bestückung der Biogasanlage bei Otto Bock ein.

Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der KWS Saat AG aus Einbeck hat Kellner gestern auf sein Feld bestellt. Exemplarisch für viele Berufskollegen im Landkreis bat er sie um Rat: „Woran liegt es, dass vielerorts Maispflanzen umfallen? Wieso treten die Schäden regional sehr unterschiedlich auf?“

Manfred Bartels und Christoph Brandfaß von der Landwirtschaftskammer, die Praktikantin Susanne Pferdemenges mitgebracht hatten, sowie Hans-Georg Macke von der KWS machten eindeutig das Wetter als Verursacher für die plattliegenden Maispflanzen verantwortlich. Vor allem im Raum Northeim, Nörten-Hardenberg und Teilen des Eichsfeldes seien Schäden nach Starkregen und Wind in der vergangenen Woche zu verzeichnen. Schädlingsbefall allerdings, wie etwa vom Maiswurzelbohrer, schlossen die Experten aus. Im Gegenteil: Das Verhältnis von Nützlingen und Schädlingen sei auf dem Maisfeld in Ordnung. Blattläuse, die in diesem Jahr vermehrt zu verzeichnen seien, würden, so wie es in der Natur üblich sei, von Marienkäferlarven (Bild links) aufgefressen.

Stängel knicken ab

Streckungswachstum und Wetterextreme, darüber sind sich Bartels, Brandfaß und Macke einig, sind die Hauptursache für das Umfallen vieler Maispflanzen – und das unabhängig von den jeweiligen Sorten. Nach der schnellen Entwicklung der Pflanzen in den ersten Wachstumsmonaten sei die sonst übliche Gewebefestigung zu kurz ausfallen, erklärte Macke. Infolge von Starkregen und Wind seien die Maisstängel abgeknickt und könnten sich nur sehr langsam oder kaum erholen, so Bartels und Brandfaß.

Starke regionale Unterschiede hinsichtlich des Wetters und Folgeschäden habe es schon immer gegeben, erläuterten die Fachleute. So lasse sich auch erklären, das zurzeit im nördlichen Teil des Altkreises Duderstadt weniger umgefallene Maispflanzen zu verzeichnen seien als im Raum Duderstadt.

„Wir Landwirte müssen unter den Wetterextremen leiden“, stellte Kreislandwirt Kellner fest. Mindererträge seien programmiert, räumten die Experten ein. In welchem Ausmaß lasse sich allerdings nicht genau beziffern

Von Heinz Hobrecht

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