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Duderstadt Staubfahnen in der Goldenen Mark: Weizenernte läuft auf Hochtouren
Die Region Duderstadt Staubfahnen in der Goldenen Mark: Weizenernte läuft auf Hochtouren
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19:21 12.08.2013
Von Kuno Mahnkopf
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Eichsfeld

„Diesmal gibt es nichts zu klagen“, sagt Kreislandwirt Hubert Kellner, der selbst noch in den Startlöchern sitzt: „Wir fahren trocken ein, Qualität und Erträge stimmen – selbst an den Hängen.“

Der Desingeröder hatte am gestrigen Montag noch nicht gemäht, da es immer wieder einmal geregnet habe. Zeitlich liege man gegenüber den Vorjahren zurück, die genaue Erntezeit würde von Böden, Lage und Sorten abhängen, sagt Kellner. Wie Kreislandvolk-Geschäftsführer Achim Hübner baut auch Kellner für die Erntearbeiten auf weiterhin trockenes  Wetter und das ab Mittwoch prognostizierte Azorenhoch.

Während die Erträge bei der Gerste hinter den Erwartungen zurückgeblieben und geringer als im Vorjahr sind, sind sie bei Raps und Weizen überdurchschnittlich hoch. „Die Weizenmenge ist gestiegen, die Preise an den Agrarbörsen sind gesunken“, berichtet Hübner: „Wir müssen in Euro denken, nicht in Doppelzentnern.“ Dennoch zeigt sich Hübner mit der bisherigen Erntebilanz trotz oftmals schwieriger Witterungsbedingungen zufrieden. Weder der lange Winter, dessen Schneedecke größere Frostschäden verhinderte, noch die sommerliche Hitzewelle, die die Reifezeit verkürzte, hatte gravierende Auswirkungen. Und trotz des derzeitigen Hochbetriebs auf Feldern und Straßen habe es bislang weder größere Unfälle noch brennende Mähdrescher gegeben, ist Hübner erleichtert.

Während die Bauern für die Getreideernte derzeit keinen Regen gebrauchen können, freuen sich die Zuckerrüben- und Maisanbauer über jeden Tropfen. Nach der langen Hitzephase ist der Boden vielerorts knochentrocken, der Mais rollt die Blätter ein, die Rüben lassen die Köpfe hängen. „Die Rüben schlafen“, sagt Hübner: „Noch ist aber alles im grünen Bereich.  Wir müssen den Erntebeginn ab Ende September abwarten.“

Der Winterweizen, der derzeit geerntet wird, ist die wichtigste Getreideart in Deutschland. Auf fast der Hälfte der rund 50 000 Hektar Ackerfläche im Kreis Göttingen wird Weizen angebaut.

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