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Duderstadt Steppenadler zieht vom Saarland ins Eichsfeld
Die Region Duderstadt Steppenadler zieht vom Saarland ins Eichsfeld
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19:07 13.03.2012
Von Heinz Hobrecht
Freunden sich an: Schöttelndreier und Katharina.
Freunden sich an: Schöttelndreier und Katharina. Quelle: Pförtner
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Rüdershausen

Die Adlerdame stammt aus dem Zoo in Neunkirchen. Falkner Theo Omlor, mit dem Schöttelndreier seit Jahren gut bekannt ist, züchtete das Tier. Zwischenzeitlich im Tiergarten als Fotomodell mit Besuchern eingesetzt, litt der Vogel unter einer Geschwulst am Flügel. Ein Stück des Flügels musste entfernt werden. Seitdem kann Katharina nicht mehr fliegen und ist stark behindert.

Auf Anfrage Omlors nach einem Dauerpflegeplatz in der Station in Rüdershausen, willigte Schöttelndreier ein. Am 29. Februar traf der 2,8 Kilogramm schwere Vogel aus dem Zoo in Neunkirchen in der Station Im Winkel 14 in Rüdershausen ein. Die Ankunft und den Aufenthalt des Steppenadlers im Eichsfeld bezeichnet Vogelexperte Schöttelndreier als Krönung seiner nun fast fünfunddreißigjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Leiter der von ihm gegründeten Nabu-Greif- und Eulenstation.

Den Wohnsitzwechsel Katharinas vom Saarland ins Eichsfeld sieht Schöttelndreier als klare Verbesserung an. Der Adler sei von einem Drei-Sterne-Hotel in ein Fünf-Sterne-Plus-Haus gekommen, freut sich der Rüdershäuser. Möglicherweise, so rechnet  Schöttelndreier vor, könne es passieren, dass die Adlerdame ihn sogar überleben könnte. „Denn so ein Steppenadler wird in Gefangenschaft schon mal vierzig Jahre alt“, sagt der 65-jährige ehemalige Bundespolizeibeamte.

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Im Oktober 1977 hat Friedrich-Karl Schöttelndreier den ersten Vogel in seiner Greif- und Eulenstation in Rüdershausen aufgenommen. Seitdem betreut er jährlich 30 bis 40 Greife und darüber hinaus weitere Vogelarten. Im vergangenen Jahr kümmerte sich Schöttelndreier um 45 Tiere, darunter 26 Greifvögel und Eulen – inklusive zwei Turmfalken und einem Steinkauz als Dauerpflegefall.

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