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Duderstadt Anlaufstelle bei Planung berücksichtigen
Die Region Duderstadt Anlaufstelle bei Planung berücksichtigen
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07:00 09.05.2019
Am ZOB-Spot in Duderstadt sind Amelie Firsching und Philipp Rösener Ansprechpartner für Jugendliche. Quelle: Foto: Eichner-Ramm
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Duderstadt

Wenn sich die Politik in Duderstadt am Donnerstag, 9. Mai, im Stadtentwicklungsausschuss mit der Planung für die Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) in Duderstadt befasst, dann haben die Streetworker Amelie Firsching und Philipp Rösener nur einen Wunsch. Der ZOB-Spot sollte als Treffpunkt für Jugendliche am Busbahnhof auch weiterhin einen Standort haben. Der Anlaufpunkt sei absolut notwendig, sagen sie.

Ehemaliger Kioskwird genutzt

„Uns ist wichtig, dass es auch weiterhin einen Raum gibt“, so Rösener, in dem er und seine Kollegin eine Anlaufstelle für die Jugendlichen bieten können. Ob das weiterhin der ehemalige Kiosk ist, oder an anderer Stelle im Bereich des ZOB eine geeignete Lösung geschaffen werde, sei zweitrangig. Rösener und Firsching sind als Streetworker für die Aufsuchende Jugendarbeit des Landkreises Göttingen regelmäßig in Duderstadt unterwegs.

Es habe früher einmal einen Bauwagen gegeben, in dem Schüler in der Mittagszeit vor der Heimfahrt eine Anlaufstelle hatten. Dieser sei seinerzeit täglich in der Mittagszeit geöffnet gewesen, darüber hinaus zweimal wöchentlich abends, berichten Rösener und seine Kollegin. Heute hätten sich die Zeiten verlagert, in denen die jungen Leute einen Treffpunkt suchten. Seit ein paar Jahren werde der ehemalige Kiosk genutzt. Dieser wurde ein wenig umgestaltet „und ein bisschen gemütlicher gemacht“, so Firsching. Es gebe einen kleinen Raum mit einem kleinen Podest, Tisch und Stühle sowie eine Mini-Küchenzeile und ein Klo, viel mehr aber auch nicht. Und es stehe WLAN über Freifunk zur Verfügung.

Gäbe es im Rahmen der ZOB-Neuplanung die Chance, so die beiden Streetworker, wäre ein etwas größerer Aufenthaltsraum und zusätzlich ein kleiner Raum schön. Damit ergäbe sich die Möglichkeit, sich für Beratungs- und Krisengespräche zurückzuziehen. „Wir haben es hier mit Jugendlichen zu tun“, die zum Beispiel Gesprächsbedarf zu familiären Problemen, Schulsorgen, Beziehungsstress oder auch Gewalt und Ärger mit Polizei und Justiz hätten. Manchmal zeigten die Jugendlichen auch ein „lümmeliges Verhalten“. Und auch Drogenkonsum sei ein großes Thema.

Treffpunkt keineKonkurrenz fürs Jufi

Rösener und Firsching arbeiten nach eigenen Aussagen aber immer „anwaltschaftlich für Jugendliche“. Ihre Anwesenheit beim ZOB-Spot sei ein niederschwelliges Angebot und nicht als „Jufi II“ zu sehen. „Wir machen dem Jufi keine Konkurrenz“, betont Rösener. Vielmehr sei das sozialpädagogische Angebot des Landkreises eine Ergänzung.

Jugendliche würden oft als störend angesehen, sagen die beiden Sozialarbeiter. Umso wichtiger sei es, sie bei der Planung des neuen ZOB-Areals von Anfang an „mitzudenken“ und ihnen Raum zu geben. Es bedürfe kaum mehr als einen Raum, in dem sie sich aufhalten könnten. Im Alltag bedeutet das, dass die Streetworker mit den Besuchern Musik hören, Kleinigkeiten kochen oder eine Möglichkeit anbieten, das Smartphone aufzuladen.

„Wir wollen kein problembehafteter Ort sein“, sagt Rösener. Stattdessen gehe es darum, zu den jungen Menschen eine Beziehung aufzubauen. „Erst dann können wir die Themen ansprechen, die problematisch sind“, ergänzt Firsching.

Der ZOB-Spot ist mittags eine halbe Stunde geöffnet, außerdem sind Rösener und Firsching dienstags von 15 bis 18 Uhr und freitags von 18 bis 21 Uhr vor Ort.

Von Britta Eichner-Ramm

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