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Duderstadt Streichquartett führt „Gestiefelten Kater“ nach Krebeck und Ebergötzen
Die Region Duderstadt Streichquartett führt „Gestiefelten Kater“ nach Krebeck und Ebergötzen
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19:39 18.06.2019
Ein Ensemble der Musikhochschule Nürnberg spielt und erzählt das Märchen „Der gestiefelte Kater“. Quelle: r
Krebeck/Ebergötzen

Das Konzert in Ebergötzen Beginnt um 18.30 Uhr am Brotmuseum („kulturelle Auszeit“) und in Krebeck um 14 Uhr im Bürgerhaus. Angesprochen sind acht- bis 13-jährige Schüler. Der Eintritt ist frei.

Im Märchen nach den Gebrüdern Grimm und Ludwig Tieck vererbt ein wohlhabender Müller seinen drei Söhnen seinen Besitz. Der jüngste, Gottlieb, erbt von seinem Vater nur einen Kater, während seine Brüder Haus und Mühle bekommen. Doch der Kater kann sprechen und ist schlau. Er macht Gottlieb zu einem reichen Schlossbesitzer und stellt ihn der Prinzessin vor. So kommt es, dass sie sich verlieben und heiraten, teilt Karl Heine aus Krebeck mit.

Kindern klassische Musik näherbringen

Seine Tochter Carolin Heine, Leiterin des Ensembles, habe das Gastspiel initiiert. „Es handelt sich nicht um ein Theaterstück im üblichen Rahmen“, betont ihr Vater. „Es ist fast wie eine gesprochene Oper. Ziel ist, Kindern die klassische Musik näherzubringen.“ Auch die Eltern sollten sich das Stück nicht entgehen lassen.

Das Märchen wird von einem Streichquartett interpretiert und von Svetlana Basner erzählt. Die Ensemblemitglieder befinden sich im Masterstudium für Streichintrumente, so Heine. „Sie werden als Orchestermusiker für klassische Musik ausgebildet“ – und die Ensembleleiterin als Instrumentalpädagogin. Autor der Textfassung ist Chris Pilcher, die Musik schrieb Tristan Schulze; das Stück wurde 2010 im Haus des Musikvereins Wien uraufgeführt, so Heine.

Komponist Schulze: „Teilweise humoristische Textdeutung“

„Die Themen sind teils Leitmotive im wagnerschen Sinne, teils entwickelten sie sich zu eigenen Stücken“, so Komponist Schulze. „Ich habe drei Arten gewählt, um Text und Musik zu einem Stück zu fügen.“ Beides sei in kurzen Blöcken voneinander getrennt; der Text „in die Musik integriert“. Entstanden sei eine „teilweise humoristische Textdeutung, weil die Musik dem gesprochenen Wort eine andere Ebene hinzufügt, die der reine Text ohne Musik nicht hätte“. Drittens reagiere die Musik „quasi als recitativo auf den frei gesprochenen Text. Diese Art habe ich für besonders dramatische Situationen verwendet, auch um Kindern einen leichten und angenehmen Zugang zur Sprache der Oper zu verschaffen.

Von Stefan Kirchhoff

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