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Duderstadt Strom und Wärme sichern Zukunft von Bauern
Die Region Duderstadt Strom und Wärme sichern Zukunft von Bauern
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18:50 30.03.2012
Bislang noch Baustelle: Die Konturen der künftigen Biogasanlage auf dem Marsfelde lassen sich aber schon gut erkennen.
Bislang noch Baustelle: Die Konturen der künftigen Biogasanlage auf dem Marsfelde lassen sich aber schon gut erkennen. Quelle: Tietzek
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Gieboldehausen

Sie liefert ausreichend Wärme, um Schulen, Kindergärten und – je nach Bedarf – auch Privathäuser beheizen zu können. Daneben wird Strom produziert, der in das Mittelspannungsnetz des Versorgers Eon eingespeist wird.

Strom und Wärme zusammen sollen den Besitzern der Biogasanlage Einnahmen bescheren, die den Fortbestand ihrer landwirtschaftlichen Betriebe sichern. Getragen wird die gerade im Bau befindliche Anlage von sechs Inhabern landwirtschaftlicher Betriebe in Gieboldehausen und einem in Bernshausen. Sie haben die „BioEnergie Gieboldehausen GmbH & Co KG“ gegründet und starten nun mit einem Projekt, dessen Realisierung die Vier-Millionen-Euro-Grenze knapp überschreitet.

Tatsächlich zeichnet sich aber schon jetzt ein wirtschaftlicher Erfolg ab, denn wie Geschäftsführer Mario Sommer im Gespräch mit dem Tageblatt erläuterte, ist die Wärmeversorgung der Grundschule Gieboldehausen unter Dach und Fach, ebenso zeichnet sich eine Versorgung der beiden Kindergärten in Gieboldehausen ab. Und auch die vom Kreis getragene Kooperative Gesamtschule hat Interesse an der Abnahme von Wärme angemeldet. Die Verhandlungen laufen noch, wobei die Erfüllung der Klimaziele für das Jahr 2020 auch eine große Rolle spielen.

Eon nimmt Strom ab

Geklärt ist auch die Abnahme des Stroms durch die -Mitte, ebenfalls eine wichtige Einnahmequelle. Auf die Zukunft gesehen, hat sich die Biogas-Gesellschaft Erweiterungsmöglichkeiten gesichert und kann ihre Produktion von Wärme und Strom jederzeit steigern.

Auch hinsichtlich der Emissionen sind die Betreiber auf der sicheren Seite und haben durch ein groß angelegtes Gutachten nachgewiesen, dass auch durch eine um das Dreifache gesteigerte Produktion keine negativen Auswirkungen auf die Nachbarschaft und Umwelt zu erwarten wären. Die ganze Anlage, so Sommer, werde optimal abgedichtet, und es sei weder mit Gestank noch Lärm zu rechnen.

Die Arbeiten im Bereich des Marsfeldes kommen derzeit gut voran, demnächst sollen die Gasleitungen zum Gewerbegebiet und zur Grundschule verlegt werden. Dabei kann es zu Verschmutzungen der Straßen kommen. Bei Problemen bittet Sommer, ihn unter Telefon 01 75 83 83 21 2 zu informieren. Ebenso wird in Kürze der dritte Gärkessel Anlage fertiggestellt.

Im August soll eine weitere Informationsveranstaltung für „Einwohner in Reichweite der Anlage angeboten werden. Dabei wollen die Betreiber der Biogasanlage erkunden, ob Interesse an einer Ausweitung des Wärmeversorgungsnetzes besteht.

Von Sebastian Rübbert