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Duderstadt Tagespflege für Senioren am See eingeweiht
Die Region Duderstadt Tagespflege für Senioren am See eingeweiht
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18:54 14.10.2012
Von Kuno Mahnkopf
Im Gänsemarsch zum Mittagsmahl: Gäste der Einweihungsfeier für die Tagespflegeeinrichtung „Am See“ in Bernshausen.
Im Gänsemarsch zum Mittagsmahl: Gäste der Einweihungsfeier für die Tagespflegeeinrichtung „Am See“ in Bernshausen. Quelle: Schneemann
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Bernshausen

Mit Tagesgästen belegt ist der Neubau in Bernshausen bereits seit Ende Juni. Von sechs Mitarbeitern in Voll- und Teilzeitstellen werden an unterschiedlichen Wochentagen zurzeit 35 pflegebedürftige Senioren – zu rund 80 Prozent mit Demenzerkrankungen – betreut. Zu den Tagesgästen gehört Hans Rose aus Wollershausen, der zur Einweihung einen pflegeleichten Rotdorn gestiftet hat. Vor der Baumpflanzung segnete Pater Rudolf das Haus „Am See“.

Auf dessen Vorgeschichte blickten die Investoren Karl-Heinz Ernst und Hermann Josef Hoppmann aus Fuhrbach sowie der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Seeburg, der Bernshäuser Bernd Knöchelmann (CDU), zurück. Er hatte das Baugrundstück vermittelt, das zuvor der Realgemeinde gehörte. „Wir wollen alle älter werden, der demografische Wandel geht alle an“, begrüßte  für die Samtgemeinde Radolfshausen Bürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD) das „Projekt, das Begegnungen und einen Lebensabend in gewohnter Umgebung ermöglicht“.

Betrieben wird die Tagespflege in Bernshausen von Ernst und Hoppmann, die langjährige Erfahrung mit den Pflegeheimen Haus am Park in Duderstadt und Haus Elisabeth in Wollbrandshausen mitbringen. Bislang haben alle Tagespflege-Investoren im Eichsfeld weitere Standbeine im Bereich der Seniorenbetreuung. Wolfgang Schütte, der sowohl das Haus Elisabeth als auch das Haus „Am See“ leitet, verweist auf Kombinationsmöglichkeiten mit der Kurzzeitpflege.

Der Tagespflege-Neubau in Bernshausen mit 20 ständigen Plätzen ist sehr großzügig dimensioniert – von den Parkplätzen bis zur Raumkapazität.  Von der Fensterfront des hellen Gemeinschaftsraumes mit offenem Küchenbereich blickt man über einen Teich und ein Ruderboot mit Pflanzkübeln hinweg auf die Kirche, nebenan weiden Pferde. An den Gemeinschaftsraum grenzen ein Gymnastik- und ein Ruheraum als Rückzugsmöglichkeit an, ein Wohlfühlbad und Pflegebetten sind ebenfalls vorhanden. Im Vordergrund steht aber nicht die Pflege, sondern Beschäftigung, Kreativangebote, Gespräche und Ausflüge. Für die Senioren, die aktuell aus 22 Orten von Rhumspringe bis Falkenhagen kommen, gibt es einen hausinternen Fahrdienst mit rollstuhlgerechten Wagen.