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Duderstadt Tausende bei Berufsfindungsbörse
Die Region Duderstadt Tausende bei Berufsfindungsbörse
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20:00 14.11.2010
Lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen: Benedikt Beck (v. l.) und Torsten Lohrberg von der Firma Beck-Bedachungen.
Lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen: Benedikt Beck (v. l.) und Torsten Lohrberg von der Firma Beck-Bedachungen. Quelle: Walliser
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Als Platz für Zukunftspläne und Wunschberufe hat sich die 8. Eichsfelder Berufsfindungsbörse erwiesen. Tausende von Besuchern, darunter viele Schüler mit ihren Müttern, Vätern und teilweise auch Großeltern, sammelten in den Räumen der Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt konkrete Informationen aus erster Hand. An über 70 Stationen boten sich vielfältige Gelegenheiten, Anregungen und Orientierungshilfe zu erhalten.

Schulleiter Timo Tuschling bezeichnete die Veranstaltung zum Auftakt als „Beitrag für die Zukunft unserer Jugendlichen“. Sie und ihre Eltern erhielten Gelegenheit, Ausbildungs-, Praktikums-, Schul- und Studienmöglichkeiten der Region kennen zu lernen sowie Tipps und Informationen über berufliche Anforderungen zu erhalten.

Tuschling erinnerte daran, dass die BBS ab Januar „Regionales Kompetenzzentrum“ ist. „Wir werden weiter an zukunftsweisenden Bildungsangeboten arbeiten und an der Qualität des Unterrichts“, kündigte der Schulleiter an, der auf den Fachkräftemangel einging: „Wer jetzt schlau ist, bildet sich richtig.“ Tuschling thematisierte auch den demographischen Wandel. Dieser sei nicht nur Folge sinkender Geburtsraten, sondern auch eine Frage der Attraktivität des Standorts. „Wir als regionales Kompetenzzentrum verstehen uns als wichtiger Standortfaktor für Duderstadt.“

„Aus vielen Gesprächen mit Eltern und mit Betrieben weiß ich, wie wichtig dieses Datum ist“, würdigte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) die Bedeutung der Berufsfindungsbörse. Ein wichtiges Datum war sie auch für Theresa Bertram. „Ich bin über die Heinz-Sielmann-Realschule auf die Berufsfindungsbörse aufmerksam geworden“, erzählte die Gerblingeröderin. Sie geht in die achte Klasse und will Kinderkrankenschwester oder Hebamme werden. „Es wird hier alles sehr gut erklärt“, lautete ihr Lob.
„Mich interessieren technische Berufe“, sagte Ann-Cathrin Schmidt, die in Göttingen die zehnte Klasse der Bonifatius-Schule besucht. Ihr Traumberuf: Mechatronikerin. Die Mischung aus Handwerk und moderner Computertechnik mache den Reiz aus.

„Ich bin hier, um mich über den Beruf des Zerspanungsmechanikers zu informieren“, berichtete Julian Eckermann aus Rhumspringe, Schüler der St.-Ursula-Realschule. Erfreulich fand es der 15-Jährige, dass man mit Auszubildenden ins Gespräch kommen könne.

Viele Fragen beantwortete Jonas Kunze, der das zweite Ausbildungsjahr zum Fachinformatiker bei Sycor absolviert. „Die Besucher wollen unter anderem wissen, was in dem Berufsbild anfällt, welche Fachrichtungen es gibt, wie lange die Ausbildung dauert und was es an Urlaub und Gehalt gibt.“
„Ich will mich mal umschauen“, sagte Corinna Pfeuffer aus Bilshausen, die in die siebte Klasse der Realschule Gieboldehausen geht. Begleitet wurde sie unter anderem von ihrem Opa: „Corinna war während des Girls Day schon in einer Gärtnerei und bei der Bundespolizei“, berichtete Gerd Dabelstein.

Wie andere Aussteller zog auch Manfred Schmidt, Direktor der Kreisvolkshochschule Göttingen, ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz.“ An den Ständen habe es viele interessierte Fragen gegeben.

Von Axel Artmann