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Duderstadt Tempodisplays sollen Autofahrer in Krebeck ausbremsen
Die Region Duderstadt Tempodisplays sollen Autofahrer in Krebeck ausbremsen
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20:30 29.08.2019
Übergabe der Tempo-Messtafel in Krebeck mit Initiatoren und Sponsoren. Quelle: Kuno Mahnkopf
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Krebeck

In Renshausen steht bereits eine Geschwindigkeits-Messtafel, im Nachbarort Krebeck geht jetzt eine weitere an den Start. Beide Anzeigetafeln sind komplett über Spenden finanziert worden – auf Initiative der Gemeinderatsmitglieder Manfred Bleckert (CDU) aus Renshausen und Ingrid Rinkleff (Grüne) aus Krebeck.

Von den als psychologische Bremse wirkenden Tempoanzeigen erhoffen sie sich mehr Sicherheit. Studien hätten belegt, dass die direkte Rückmeldung an die Fahrer zu einer deutlich höheren Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit führe, sagt Rinkleff: „Das animiert dazu, vom Gas zu gehen und ein grünes Lächeln zu sehen.“ Über einen Aushang in der Kindertagesstätte hat sie um Sponsoren geworben. Und wie im zur Gemeinde Krebeck gehörenden Renshausen konnte die knapp 3000 Euro teure Tafel mit Photovoltaik dank Spenden von Gewerbebetrieben, Regionalbanken, Privatleuten und Verkehrswacht angeschafft werden. Wartung und Folgekosten übernimmt die Gemeinde.

Mehr Sicherheit für Kinder und Senioren

Dass Autofahrer zu schnell in den Ort einfahren, sei immer wieder Thema in Renshausen gewesen, berichtet Bleckert. Bei Messungen in der Vergangenheit sei der Spitzenreiter mit 112 Stundenkilometern am Spritzenhaus vorbeigerauscht. Das Dauer-Display mit festem Standort an der Kreisstraße aus Richtung Holzerode solle für mehr Sicherheit sorgen. Senioren auf dem Weg zum Friedhof kreuzen dort ebenso die Straße wie Kinder vom Angerbach und Kirchberg zur Schulbus-Haltestelle. Auf der Kreisstraße gilt Tempo 50, ansonsten im ganzen Ort Tempo 30.

Das gilt auch für Krebeck mit Ausnahme der Landesstraße. Dort kommt das Display allerdings nicht zum Einsatz, sondern am Ortseingang aus Richtung Renshausen. Hier überqueren die Kindergarten- und Schulkinder aus dem Baugebiet Töpferofen die Straße. Überwiegend gehe es um den örtlichen Verkehr, räumen Bleckert und Rinkleff ein. Aber auch Pendler aus dem Raum Osterode würden die Strecke über Holzerode, Krebeck und Renshausen als Abkürzung nutzen.

Tempo-Displays gehören inzwischen ebenso wie mahnende Kinder-Holzfiguren zum Ortsbild in vielen Dörfern. Ein erstes Dialog-Display hat der Landkreis 2007 in den Schedener Kurven installiert, ein Jahr später zwei feste Geräte mit Solarversorgung in der Obernfelder Ortsdurchfahrt – um Brummifahrer auf Tempo 30 hinzuweisen. „Die funktionieren bis heute“, sagt Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU). Differenzieren können die Geräte allerdings nicht. Auch Pkw-Fahrer, die schneller als 30 fahren, bekommen eine rote Flappe zu sehen.

Unterschiedliche Einschätzungen

Die Samtgemeinde Gieboldehausen verfüge derzeit über keine einsetzbare Messtafel mehr, sagt Ordnungsamtsleiter Ansgar Papke. Mitgliedsgemeinden wie Bilshausen und Bodensee hätten sich aber mobile Geräte zugelegt. Die Samtgemeinde Radolfshausen verfüge über zwei Geräte, teilt Fachbereichsleiter Hendrik Seebode mit: eine reine Messtafel ohne Icon und ein Seitenradar-Messgerät. Ein solches setzt über zwei Smiley-Tafeln hinaus auch die Stadt Duderstadt ein. Die Seitenradar-Messgeräte zeigen nicht nur die Geschwindigkeit an, sondern können auch Tempo und Fahrzeugfrequenz aufzeichnen.

Die „Smileys“ würden immer wieder aus Ortsteilen angefordert, Nesselröden, Hilkerode und Mingerode hätten sich eigene Geräte angeschafft, sagt Duderstadts Ordnungsamtsleiterin Sabine Holste-Hoffmann. Gefühlte Geschwindigkeit und subjektive Wahrnehmung würden oft zu unterschiedlichen Gefahren-Einschätzungen führen. Ein Seitenradar-Messgerät könne den Eindruck bestätigen, dass tatsächlich viele Autofahrer zu schnell unterwegs seien. In diesem Fall würden die Ergebnisse dem Landkreis mitgeteilt, der dann Radarmessungen mit Sanktionsmöglichkeiten durchführen könne.

Von Kuno Mahnkopf

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