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Duderstadt „Terra Magica“ in Duderstadt: Tausende Besucher im Stadtpark
Die Region Duderstadt „Terra Magica“ in Duderstadt: Tausende Besucher im Stadtpark
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00:18 24.07.2013
Feuershow in der Abenddämmerung: Terra Magica im Stadtpark Duderstadt. Quelle: Eckermann
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Duderstadt

Duderstadt. In der warmen Luft mischen sich exotische Düfte: süße ätherische Öle, herbe Gewürze und Kräuter, Weihrauch und gebratenes Fleisch. Trommeln und Schellen begleiten die wogenden Bewegungen der Tänzerinnen, das Volk klatscht jubelnd im Takt.

Was anmutet wie eine Szene aus 1001 Nacht, spielte sich vor den Toren Duderstadts auf dem LNS-Gelände ab. Die Immingeröderin Ramona Große hat mit ihrem Orient-Fantasy-Spektakel „Terra Magica“ den Duderstädter Kultursommer um ein erfolgreiches Highlight erweitert.
Für zwei Tage erhob sich ein  mittelalterlich-orientalisches Dorf vor der Stadtmauer. Händler boten ihre Waren feil: Nüsse und Gewürze, Schmuck und  seidene Tücher, Schnitzwerk und Lederwaren. In kleinen Tavernen, mit Teppichen ausgelegten Zelten oder an zünftigen Ständen gab es Met, Absinth, Kirschbier oder Apfelsaft. Die Speisenauswahl war dem Ambiente angepasst und reichte von Ritterklopsen vom Rind über Spanferkel bis zu Hanffladen und Couscous.

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Perfekte Kulisse für Event

Doch nicht nur die mittelalterliche Orientwelt lockte mehrere tausend Gäste an zwei Tagen in den Stadtpark, die genaue Zahl stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Auch das Programm versprach ein exotisches Erlebnis. Mit Trommeln, Violine und Dudelsack sorgte die Band „Zackenflanke“ für tanzbaren Folk. Galathea mit den Schellen entführte mit ihren Tänzen in fremde Welten, und auch die Duderstädterin Petrissa Morgiane alias Petra Bartosch zeigte dem Publikum, dass orientalischer Tanz eine Ausdrucksform mit ganzem Körpereinsatz ist. „Duderstadt bietet die perfekte Kulisse für ein solches Event. Das ist absolute Werbung für die Stadt“, schwärmt die Künstlerin, die auch orientalischen Tanz in der Familienbildungsstätte unterrichtet.

Der Duderstädter Stadtpark war Schauplatz des ersten Orient-Fantasy-Events. Mehrere tausend Besucher kamen auf das LNS-Gelände. Dank zahlreicher Akteure und Helfer entstand eine faszinierende Welt zwischen Mittelalter und 1001 Nacht.

Die geistige Welt des Orients wurde erlebbar in einer schattigen Jurte, die bereits am frühen Morgen von den Duderstädter Pfadfindern aufgebaut worden war. Auf Teppichen ruhend konnten Zuhörer den Erzählungen von Annemarie Hug lauschen. Unter dem Motto „Märchen der Völker“ kooperieren die Stadt Duderstadt und die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung, um über Märchen in Kultur, Religion und Politik eines Landes einzutauchen. „Ich erzähle Volksmärchen für Erwachsene, denn diese stecken voller kultureller Weisheit und sind für Kinder oft viel zu anspruchsvoll“, erklärte Hug. Märchen für Kinder gab es dann am Sonntag von Achim Wiegmann. Außerdem konnten die jungen Gäste die Aufführungen vom Theater Vielfalter verfolgen und Edelsteinsieben oder Bogenschießen selbst ausprobieren.

Tattoos sind vier Monate haltbar

Ein authentisches Stück Orient zog allein mit dem Duft von Amber, Sandelholz, Moschus und Myrrhe die Besucher an. Am Stand von Ghassan Reda gab es Naturrohstoffe, deren Essenzen alle Sinne betörten. Und Tänzerin Yasmina verzierte die Haut zahlreicher Besucher mit Henna-Tattoos. „Die Pflanzenfarben mische ich selbst an. Henna färbt nur rot. Kitap stammt aus dem Yemen und färbt schwarz. Die Tattoos sind etwa 4 Monate haltbar“, erklärte die dunkelhaarige Frau, deren familiäre Wurzeln bei den Zigeunern liegen. Das Wissen um die Hautmalerei hat sie sich in monatelangen Recherchen selbst angeeignet und zur Perfektion getrieben

Als die Hitze des Tages erträglicher wurde, startete am Sonnabend das Abendprogramm auf der LNS-Bühne. Der Münzer (Thomas Mund), Gründungsmitglied der Band In Extremo, verband mittelalterliche Klänge mit Hardrock auf professionelle Weise. Seine aktuelle Band zeigte Spielfreude – neben der üblichen Rock-Instrumentalisierung auch an Dudelsack, Schalmei, Blaswandler oder Sopransaxophon – und sorgte bei den Fans für ausgelassene Stimmung. Während anschließend auf der LNS-Bühne die Las Fuegas Cooperation ihre Gala-Show „Oriental Dance & Fire“ zeigte und Gamila und Anima Sana mit der Choreografie „Dancing Flames“ überzeugten, fand vor der kleinen Bühne an der Stadtmauer Feuerfünkchens Feuershow statt, die ebenso bejubelt wurde wie die großen Acts. 

Marktbetreiber vom Ambiente beeindruckt

Initiatorin Große zeigte sich mit dem Erfolg ihrer ersten Terra Magica in Duderstadt zufrieden. Von der Stadt Duderstadt und der LNS-GmbH als Kooperationspartner  hatte sie die Genehmigung erhalten, im Rahmen des Kultursommers ihr Event im Stadtpark zu veranstalten. Sowohl Gäste als auch Marktbetreiber waren vom Ambiente an der Stadtmauer beeindruckt.

„Wir kommen aus Bremen und sind das ganze Jahr über auf historischen Märkten unterwegs. Aber hier passt das alles zusammen. Und auch von der Duderstädter Innenstadt bin ich begeistert“, schwärmte Marcel Drescher. Der gelernte Zimmermann, der am Stand von Jens Techentin Teigtaschen mit fleischiger bis veganer Füllung verkaufte, hat ein Auge für das Fachwerk. Auch Horst-Joachim Bonitz als Vorsitzender der LNS-Gesellschaft, sagte: „Dieses Event ist auf jeden Fall eine tolle Werbung für die Stadt.“

Von Claudia Nachtwey

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Anne Eckermann 15.07.2013

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