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Duderstadt Jemelja und der Zauberfisch in Duderstadt
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00:20 20.07.2018
Tatyana Khodorenko zeigt im Duderstädter Kultursommer das Stück "Jemelja und der Zauberfisch". Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Zum Kinderaktionstag mit Theaterfrühstück im Duderstädter Kultursommer hatte das Team vom Kinder- und Jugendbüro Tatyana Khodorenko mit ihrem Figurentheater eingeladen. Mehr als 100 Besucher fanden sich im LNS-Gelände in Duderstadt ein, wo die Puppenspielerin in einer großen Matroschka auf die Kinder wartete. Zunächst gab es aber Brötchen, kleine Frikadellen und Würstchen sowie gesunde Rohkost. Das Frühstücksbüffet war unter Zelten im Schatten angerichtet. Als sich dann die Matroschka öffnete, waren besonders die Kinder gespannt.

Tatyana Khodorenko zeigt im Duderstädter Kultursommer das Stück "Jemelja und der Zauberfisch". Quelle: Rüdiger Franke

Khodorenko erzählte die Geschichte von Jemelja, die in Russland jedes Kind kenne. Gemeinsam mit Heiko Brockhausen vom Northeimer Theater der Nacht hatte sie die Geschichte für ihre Bühne angepasst. Jemelja ist faul, lässt sich aber überreden, Wasser zu holen. Nachdem er am zugefrorenen Fluss ein Loch ins Eis gehauen hat, gelingt es ihm, einen großen Hecht zu fangen. Der erbittet seine Freiheit und will ihm dafür alle Wünsche erfüllen. „Es geschehe, wie es der Hecht befiehlt und ich es erflehe“ laute dafür die Zauberformel. Das gefällt dem Faulpelzt. Zunächst einmal lässt Jemelja die schweren Eimer allein nach Hause gehen. Am Ende heiratet er sogar die Tochter des Zaren.

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„Du bist ein Dummkopf“

„Jemelja, Du bist ein Dummkopf“, hieß es im Stück immer wieder. Doch am Ende hatte der Dummkopf alles richtig gemacht. „Erwachsene finden die Aussage des Stückes nicht immer gut“, sagt Khodorenko, „aber den Kindern gefällt die Geschichte.“ Denn auch wenn der Junge faul sei, habe er doch eine gute Seele. Ein bisschen vom Glück des Jemelja will sie den Kindern abgeben. Wer mag, kann sich abschließend vom Hecht einen Kuss abholen. Da zeigten sich die Mädchen erfahrungsgemäß mutiger als die Jungs.

Tatyana Khodorenko zeigt im Duderstädter Kultursommer das Stück "Jemelja und der Zauberfisch". Quelle: Rüdiger Franke

Zurzeit arbeitet Khodorenko an ihrer neuen Produktion. „Ab September werde ich Dornröschen aufführen“, verriet sie. Sie schaue dabei immer, welches Stück zu welchen ihrer Figuren passe. So boten sich für „Jemelja und der Zauberfisch“ die Matroschkafiguren an. „Damit konnte ich zum Beispiel seine Verwandlung in einen schönen Mann schnell durch das Aufsetzen einer anderen Hälfte umsetzen.“ Auch das Soldatenheer des Zaren konnte die Puppenspielerin durch das Auseinanderstellen von den immer kleiner werdenden Figuren gut darstellen.

Anregungen aus der Bücherkiste

Zum Märchen passende Anregungen für zu Hause gab es in der Bücherkiste der Stadtbibliothek zu sehen. „Wir haben Bücher zum Thema Wasser zusammengestellt“, sagte Bibliotheksleiterin Petra Böning. Zu den präsentierten Werken zählte auch „Was der Hecht sagt“, das Bilderbuch zum Märchen. Am Nachmittag gab es ein weiteres Bastelprogramm für Kinder.

Kooperation fortsetzen

Mit dem Zuspruch auf das Ferienprogramm ist Günter Lutterberg, Geschäftsführer des Jugendrings Eichsfeld, zufrieden. „Es ist allerdings schwieriger geworden, Veranstaltungen zu planen“, sagt er. So ließe sich im Vorfeld nur noch schlecht einschätzen, welche Aktionen gut ankommen und welche nicht. „Für die Fahrt nach Erfurt hätten wir zum Beispiel in diesem Jahr die Anmeldezahl verdoppeln können.“ Besonders bewährt habe sich aber die Kooperation mit den Kinder- und Jugendbüros in Gieboldehausen, Gleichen, Hattorf und Herzberg. „Das werden wir auf jeden Fall fortsetzen“, sagt Lutterberg.

Tatyana Khodorenko zeigt im Duderstädter Kultursommer das Stück "Jemelja und der Zauberfisch". Quelle: Rüdiger Franke

Jufi-Leiterin Sabine Tegtmeier erklärte, dass das Ferienprogramm außer der täglichen verlässlichen Ferienbetreuung von 8 bis 16 Uhr zahlreiche attraktive Aktionen bereithalte. Als Beispiel nannte sie den Punkt „Feuer und Wasser: Spaß und Spannung mit der Feuerwehr“ am Sonnabend, 28. Juli. Interessierte können das gesamte Programm auf der Seite des Jugendrings Eichsfeld aufrufen.

Von Rüdiger Franke

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