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Duderstadt Theatergruppe will für Lacher sorgen
Die Region Duderstadt Theatergruppe will für Lacher sorgen
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00:24 31.03.2018
Die Theatergruppe Mingerode spielt im Dorfgemeinschaftshaus. Quelle: Art
Mingerode

„Wir bestellen mehrere Stücke, die werden von allen gelesen und benotet“, erläutert Gruppenmitglied Julia Otto die Herangehensweise. Wichtig seien „lustige Bühnenbilder“, das Stück müsse zur Personenzahl und Verteilung der Geschlechter passen und die Handlung unterhaltsam sein.

Theatergruppe spielt in detailgetreuem Bühnenbild

Eine wichtige Rolle spielt dieses Mal ein Patient, der nach einem Unfall an Gedächtnisschwund leidet. Er vergesse viel, woraus sich „unheimlich lustige“ Szenen und Situationen“ ergäben, die das Klinikpersonal immer wieder zu retten versuche, erklärt Sandy Goldmann. „Wir legen Wert auf detailgetreue Bühnenbilder und versuchen den Text nicht nur herunter zu rattern, sondern zu spielen“, erklärt die Mitspielerin. Die Zuschauer sollen ein „Rundum-Paket“ erhalten, mit dem sie sich wohlfühlen, beschreibt sie den Anspruch des Ensembles.

„Oft lacht das Publikum über Dinge, die man selber nicht lustig findet“, schildert Sebastian Wüstefeld seine Erfahrungen. Zu Beginn der Proben, die für die aktuelle Inszenierung zunächst provisorisch im November im Mingeröder Pfarrheim begonnen hätten, sei die Gruppe häufig skeptisch, ob ihre Inszenierung ein Erfolg werde.

„Man freut sich jede Woche, dass alle zusammenkommen“, schildert Christian Barke seine Erfahrungen. Durch die Gruppe hätten sich schon Freundschaften entwickelt. Vor den Auftritten sei er schon „richtig aufgeregt“. Das Rezept von Barke gegen Lampenfieber: „Augen zu und dann durch“.

Mitspielern gefällt Gemeinschaft in der Gruppe

„Man bleibt noch ein bisschen fit im Kopf“, beschreibt Gaby Kunze ihre Motivation. Der 63-Jährigen gefalle die Gemeinschaft in der „tollen Truppe“.

In früheren Zeiten seien die Stücke „einfacher“ gewesen, beschreibt das 60-jährige Bühnen-Urgestein Werner Grobecker einen Wandel. Es hätten sich weniger Mitspieler auf der Bühne befunden, mittlerweile sei die Technik „raffinierter“ geworden. Damit die Aufführungen ein Erfolg werden, „muss am Ende alles stimmen, wie ist egal“.

Das zweite Mal dabei ist der 19-jährige Lukas Otto, der auch für die Lichttechnik sorgt. „Ich hatte mir das Spielen einfacher vorgestellt, Respekt an alle“. Ein gutes Bühnenlicht sei gekennzeichnet durch „natürliche Farben, so dass die Schauspieler nicht allzu blass wirken“.

Zwei Aufführungen in einem Jahr geplant

Das Interesse an den Inszenierungen der Mingeröder Gruppe ist groß. Die Aufführung am Sonnabend ist bereits ausverkauft, Karten für die Auftritte am Freitag, 6. April, um 20 Uhr und Sonntag, 8. April, um 18 Uhr gibt es noch in der Bäckerei Sigel-Döring und der Mingeröder Filiale der Schlachterei Am Ohmberg. Einlass ist jeweils eine Stunde vorher. Der neue Pächter Denis Luthardt wolle am Freitag und Sonnabend bereits ab 18 Uhr warme Speisen anbieten, berichtet Goldmann, Vorbestellungen seien erwünscht.

Die Gruppe wird in diesem Jahr noch mit einem weiteren Stück in Mingerode zu sehen sein, kündigt Wüstefeld an. Das Ensemble wolle seine Aufführungstermine „umswitchen“ und werde künftig immer im Herbst spielen.

Einen Bericht von der vergangenen Aufführung lesen Sie: http://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Duderstadt/Kaviar-trifft-Currywurst-im-Theater-in-Mingerode

Von Axel Artmann

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