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25 Jahre Grenzöffnung Orte des Erinnerns: Grenzpfahl-Stelen in Gerblingerode
Die Region Duderstadt Themen 25 Jahre Grenzöffnung Orte des Erinnerns: Grenzpfahl-Stelen in Gerblingerode
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19:11 02.09.2014
Unter Bäumen: Granit-Stele. Quelle: Richter
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Gerblingerode

Einem Grenzpfahl nachempfunden sind die grauen, steinernen Stelen, die mancherorts im Eichsfeld an markanten Stellen stehen. Eine von ihnen ragt unter Lindenkronen  aus dem Gras an der Bischoff-Janssen-Straße, die hinauf zum Kolping-Ferienparadies auf den Pferdeberg führt, hervor. Weitere Steinpfähle sind beispielsweise in der Nähe des  Grenzlandmuseum Eichsfeld zwischen Gerblingerode und Teistungen oder auf dem Rundweg, der um den Pferdeberg herum führt, zu finden.

Die grauen Granitsteine sind Teile eines Kunstprojekts, das Landschaftsarchitekt Günther Quentin in den 1990er-Jahren initiierte. Sie markieren den Rundwanderweg „Eichsfelder Grenzspuren“, der an vielen Stationen an die deutsche Teilung erinnern soll.

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Geplant war ursprünglich, um die jeweiligen Granitstelen herum zusätzlich Bäume zu pflanzen, deren Kronen sich als Zeichen der deutschen Wiedervereinigung verbinden sollen. Aus Kostengründen wurde dieses Vorhaben aber nicht an allen Orten umgesetzt. Auch die Stelen am Kolpingferienparadies sind nicht bewachsen – und dennoch kaum sichtbar.

Die Kolpingferienstätte auf dem Pferdeberg ist heute mit Gastronomie und waldnahem Spielplatz ein beliebtes Wander- und Urlaubsziel nicht nur für Mitglieder des Kolpingwerkes. Vom gemütlichen Biergarten aus lässt sich weit über die Eichsfelder Hügellandschaft bis zum Harz blicken.

Von Claudia Nachtwey