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Azubi gesucht In der Tankstelle sind Allround-Talente gefragt
Die Region Duderstadt Themen Azubi gesucht In der Tankstelle sind Allround-Talente gefragt
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17:34 17.07.2009
Stets freundlich im Umgang mit Kunden: Julia Sommer steht hinter der Kasse in der Aral-Tankstelle Gieboldehausen.
Stets freundlich im Umgang mit Kunden: Julia Sommer steht hinter der Kasse in der Aral-Tankstelle Gieboldehausen. Quelle: Tietzek
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Tanken, Brötchen kaufen, Scheibenwischer auswechseln, passenden Ersatz für eine defekte Glühbirne finden – „jeder einzelne Kunde kommt mit individuellen Wünschen zu uns“, sagt Hillebrand. Der Beruf des Einzelhandelskaufmanns an einer Tankstelle sei in keinster Weise zu vergleichen mit der Arbeit in einem Einkaufsmarkt. Vielmehr seien Allround-Talente gefragt.

Auszubildende an einer modernen Tankstelle müssen mehr als nur Tankfüllungen abrechnen können. Im Bistro neben der Kasse liegen stets frische Backwaren aus. Die Snacks müssen aufgebacken und belegt werden. Ein Überblick über die ständig wechselnden Angebote im breiten Shop-Sortiment ist notwendig. Lager- und Planungsarbeiten liegen an. Toiletten müssen gereinigt werden. Kunden kann beim Ölwechsel geholfen werden. Dem Chef wird bei der Büroarbeit unter die Arme gegriffen.

„Die Vielfältigkeit ist ein gutes Sprungbrett für den späteren Werdegang“, ist Tankstelleninhaber Hillebrand überzeugt.

Er ist sich bewußt, dass die Anforderungen an die Auszubildenden hoch sind. „Der Kundenkontakt an einer Tankstelle ist sehr direkt, die Azubis müssen schon einiges abkönnen“, sagt er und denkt dabei nicht nur an die vielen Kunden, die ihrem Unmut über steigende Benzinpreise an der Tankstellenkasse Luft machen. „Die Noten sind nicht das entscheidende Kriterium“, macht Hillebrand deutlich. Vielmehr sei ausschlaggebend, ob ein angehender Mitarbeiter das richtige Gespür für den Umgang mit Menschen habe. „Freundlichkeit, Teamfähigkeit, Zuvorkommenheit“, nennt er als Stichwörter und ergänzt: „Service wird bei uns groß geschrieben.“ Ob ihnen die Arbeit in der Tankstelle liegt, sollten Bewerber beim Probearbeiten herausfinden. „Wenn wir den Eindruck haben, dass der Beruf nicht zum Bewerber passt, teilen wir das auch ehrlich mit“, erklärt Hillebrand. Aus eigener Erfahrung weiß der gelernte Kraftfahrzeug-Meister: „Entweder man liebt oder man hasst die Arbeit in einer Tankstelle.“

Von Björn Dinges