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Papst im Eichsfeld 60 000 Anmeldungen
Die Region Duderstadt Themen Papst im Eichsfeld 60 000 Anmeldungen
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21:00 06.09.2011
Will Gläubige ohne Ticket nicht abweisen: Planer Peter Kittel. Quelle: BL
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Duderstadt

Der Regionalkoordinator für den Papstbesuch im Eichsfeld am 23. September informierte Vertreter von Institutionen, Kirchengemeinden und Verbänden über den Planungsstand.

Konkrete Antworten auf Detailfragen gab es für die mehr als hundert Zuhörer kaum. Nur eines wurde immer wieder betont und ausführlich referiert: die historische Bedeutung des Papstbesuchs, die unglaubliche Dimension des Ereignisses und der ungeheure Aufwand bei der Umsetzung. Probleme bei der Vorbereitung, Spannungen zwischen den beteiligten Institutionen wurden, unter anderem von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte und Eichsfeld-Landrat Werner Henning (beide CDU), immer wieder angedeutet, aber nicht klar benannt. Im Kern ging es bei der mehr als zweistündigen, in Teilen spannungsgeladenen Diskussionen um die Tickets und um die Anreise zum Papstgottesdienst.

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Die Fakten: Erstens, noch gibt es Karten für die Vesper am 23. September. „Wir werden die Registrierung bis zum Schluss offen lassen“, so Kittel. Eigens für Gläubige aus dem Untereichsfeld habe er 2000 Karten an die Stadt Duderstadt übergeben. „Und selbst, wenn jemand ohne Ticket kommt, werden wir ihn nicht abweisen“, so Kittel.

Zweitens, im niedersächsischen Eichsfeld sind Busse Mangelware. Unter anderem werden sie für den Schülertransport benötigt, stehen erst nachmittags zur Verfügung – zu spät für die Anreise zum Pilgerfeld. In Thüringen ist schulfrei, dort haben die Eichsfeldwerke ihre Busflotte in den Dienst des Papstbesuchs gestellt. Nun versuchen die Eichsfeldwerke, noch Busse zu organisieren. Sie sollen Untereichsfeldern die Anreise zur A 38 beziehungsweise einen Busshuttle zu den Startpunkten der Pilgerwege ermöglichen.

Wie die 2000 Tickets verteilt werden und ob es weitere Busse geben wird, blieb beim Informationsabend offen. Inzwischen hat die Duderstädter Stadtverwaltung die Suche nach Lösungen übernommen. Sobald es konkrete Informationen gebe, würden sie umgehend über die Medien veröffentlich, kündigte der Projektbeauftragte für den Papstbesuch bei der Stadt, Gerald Werner, gegenüber dem Tageblatt an.

lo