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Papst im Eichsfeld Papst kommt, Autofahrer bleiben stecken
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14:44 20.09.2011
Von Britta Bielefeld
Zieht bis zu 100 000 Menschen in die Region: Papst Benedikt XVI kommt am 23. September. Quelle: DPA
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Göttingen / Heiligenstadt

Im Landkreis Göttingen rechnet die Polizei am Freitag, 23. September, mit einem gigantischen Verkehrschaos. Die Polizei empfiehlt allen Autofahrern: „Wer kann, sollte an diesem Tag zu Hause bleiben.“

„Wir sperren die Autobahn 38 ab der Anschlussstelle Friedland für 32 Stunden“, sagt Thomas Reuter. Er ist in der Göttinger Polizeiinspektion zuständig für das Projekt Papst. Reuter und Polizeichef Thomas Rath erwarten ab dem frühen Freitagmorgen Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und den angrenzenden Ländern. „Ab 0.01 Uhr ist die Autobahn 38 bereits gesperrt“, erklärt Reuter. Zudem muss die Göttinger Polizei dafür sorgen, dass nahezu alle kleinen Straßen, die von Göttingen nach Thüringen führen, für den Autoverkehr geschlossen werden. „Es wird keine Schleichwege geben“, so Reuter. Die Straßen werden nur für Rettungsfahrzeuge, Fußgänger und Versorgungsfahrzeuge zur Verfügung stehen. Die A 38 wir erst am Sonnabendmorgen um 8 Uhr wieder geöffnet.

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Als Verbindungsstraße vom Landkreis Göttingen nach Thüringen steht nur die Bundesstraße 247, die von Duderstadt nach Worbis führt, zur Verfügung. Auch die Bundesstraße 80 wir parallel zur A 38 in Thüringen gesperrt.

Rund 70 000 Fahrzeuge passieren täglich das Autobahndreieck Drammetal, wo sichA 38 und A 7 kreuzen. Die Polizei will mit Schildern darauf hinweisen, dass die A 38 nicht zur Verfügung steht. „Die Beschilderung beginnt im Süden bereits am Kirchheimer Dreieck und im Norden bei Hannover“, sagt Reuter. Die Fahrzeuge, die am Drammetal trotz der Beschilderung auf die A 38 abfahren, kommen nur bis zur Anschlussstelle Friedland. Dort kontrollieren die Polizisten jedes einzelne Fahrzeug. Nur wer eine der kostenlosen Eintrittskarten zum Papst vorweisen kann, darf bis zu einem der Parkplätze im Osten weiterfahren. Die Autobahn wird im Bereich Heiligenstadt als ein zehn Kilometer langer Busparkplatz fungieren.

Alle, die auf die A 38 gefahren sind und nicht zum Papst wollen, werden an der Anschlussstelle Friedland abgeleitet. „Wir werden die Fahrer anhalten, auf der anderen Seite wieder auf die Autobahn zu fahren“, so Reuter. Die Polizisten hoffen darauf, dass der Fernverkehr überregional auf andere Autobahnen ausweicht.

Die Thüringer Polizei, die für die Veranstaltung zuständig ist, hat bereits an die Eichsfelder appelliert, an dem Freitag zu Hause zu bleiben. Die Schulen im Eichsfeldkreis bleiben geschlossen. Zusätzlich zu den Berufspendlern sind freitags viele Lastwagen unterwegs. Außerdem beginnt mittags der Wochenendverkehr.

Hundert Beamte sind auf der niedersächsischen Seite im Einsatz, seit zwei Wochen haben die Göttinger Polizisten den Auftrag, sich um die Abwicklung zu kümmern. Rath und Reuter hoffen, dass sich zusätzlich zu den Staus nicht noch Unfälle ereignen. Auch ohne das: „Es wird nicht möglich sein, das Verkehrsproblem zu lösen.“