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Papst im Eichsfeld Pilgern als Teil des Erlebnisses
Die Region Duderstadt Themen Papst im Eichsfeld Pilgern als Teil des Erlebnisses
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20:55 23.09.2011
Mit wehenden Fahnen: Der Wallfahrerzug bewegt sich aus Duderstadt heraus.
Mit wehenden Fahnen: Der Wallfahrerzug bewegt sich aus Duderstadt heraus. Quelle: BL
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Der Weg zum Gottesdienst gehört zum spirituellen Erlebnis Papstbesuch dazu. Für die Pilger ist das selbstverständlich. „Wir wollen bewusst etwas Buße tun“, sagt Kornelia Dransfeld. Sie ist mit Ehemann Helmut und Sohn Andreas aus Brehme mit dem Rad gefahren und schließt es am Roten Berg ab. Vor Monaten hat sich die Familie für das „Jahrtausendereignis“ dabei zu sein.

Das haben auch Isolde und Alfons Schneemann getan. „Das war für uns selbstverständlich“, sagen die Ecklingeröder. Sie wundern sich, dass der Papst „ausgerechnet ins Eichsfeld“ kommt. Damit wolle er die Standfestigkeit der Katholiken in der DDR würdigen, mutmaßen sie zusammen mit Agnes Schulz und Maria Hunold.

Vera Kopp aus Obernfeld hat überlegt, ob sie an der Fußwallfahrt ab Duderstadt teilnimmt. Wegen des Wetter und des Rückwegs durch die Nacht entschied sie sich dagegen. Nun ist sie Pilgerführerin eines der zwei Busse, die aus der Pfarrei starten.
Eugen Mende war noch nie bei einer Veranstaltung mit dem Papst dabei. Nun ist er nach Etzelsbach gekommen. In vier Wochen will er nach Rom zur Seligsprechung von Adolph Kolping. „Die Nesselröder organisieren die Fahrt“, berichtet er.

Jürgen Bode war mit 15 Jahren bei einer Papstmesse in Tschenstochau mit dabei. „Das hatte mich damals so beeindruckt, dass ich mit anderen Jugendlichen in der Gemeinde darüber berichtete“, erzählt er. Heute ist er Rendant beim Dekanat Untereichsfeld. Den Besuch des Papstes im Eichsfeld will er sich nicht entgehen lassen. „Wenn schon einmal hier ist, sollten wir ihm auch unseren Respekt zeigen“, meint er.

Alfons Wüstefeld hat bereits die Rede angehört, die der Papst im Bundestag hielt. „Genial“ sei sie gewesen, berichtet er. Das Christentum vereine Elemente der jüdischen Religion, der griechischen Philosophie und des römischen Rechts, referiert er die Papstrede.

Pilgerstimmen

Eva-Maria Hunold (57), Leiterin der St.-Elisabeth-Schule in Duderstadt, ist bei der Fußwallfahrt mit dabei: „Ich wollte nicht nicht einfach nur hinfahren und das als Event mitnehmen. Es ist ist super, ich bin immer noch total euphorisch. Es ist ein tolles Miteinander, meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.“ Außerdem findet sie, müsse man Flagge zeigten, damit die Leute sehen, dass viel mehr Menschen für den Papstbesuch sind als dagegen.

Hildegard Fahlbusch aus Bilshausen, 68 Jahre alt: „Es gefällt mir sehr gut, der Zusammenhalt ist toll. Man will doch einfach dabei sein, wenn der Heilige Vater so nah dabei ist. Und auch die Organisation ist klasse.“

Margurit Assmann (66) ist eigens mit 50 weiteren Gläubigen aus ihrer Frankfurter Gemeinde St. Johannes gekommen und wird von einem Fernsehteam des hessischen Rundfunks begleitet. „Wir haben geschwankt zwischen Freiburg und dem Eichsfeld. Ich habe eine Tochter nach Gerblingerode geopfert - das hat den Ausschlag gegeben. Ich bin hin und weg.Das gibt unserer Gemeinde so viel neuen Schwung.“ Sie schwärmt: „Diese Wallfahrt ist mitreißend. Die Menschen haben so eine liebevolle Art, das Eichsfeld ist so schön. Ich bin begeistert.“

Peter Hoffmann aus Hildesheim, 68 Jahre alt. „Ich mag Gruppen mit Menschen, die praktizierende Christen sind. Dazu liebe ich die Landschaft hier., Da habe ich mich trotz einer gerade absolvierten Knie-Operation auf den Weg gemacht. Der Papst als Kristallisationspunkt ist einfach wichtig. Ich komme nächste Woche noch einmal wieder und gehe den Weg zur Kapelle dann ein zweites Mal.“