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Papst im Eichsfeld Pilgern zum Papst: Ein Kraftakt für Gläubige
Die Region Duderstadt Themen Papst im Eichsfeld Pilgern zum Papst: Ein Kraftakt für Gläubige
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19:45 12.08.2011
Von Anne Eckermann
Herausforderung: Wie weit die Wege zum Pilgerfeldsind, ist zu erahnen, wenn man vom Gelände zur Autobahn blickt (Bild).
Herausforderung: Wie weit die Wege zum Pilgerfeldsind, ist zu erahnen, wenn man vom Gelände zur Autobahn blickt (Bild). Quelle: LO
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Eichsfeld

Vor allem für ältere Menschen aus der Region gehe es darum, genau zu überlegen, ob sie sich diesen Tag zutrauten. „Das fängt mit der Anreise an, geht über die Länge der Veranstaltung bis hin zu den wenigen Gegenständen, die mitgebracht werden dürfen“, so Grosche weiter. So müssen Pilger viel Zeit mitbringen, denn auch der Weg zur Kapelle ist laut Grosche „eine wallfahrerische Herausforderung“. Gläubige, die mit Bussen anreisen, sollten sich auf eine deutlich frühere Anreise einstellen.

„Insgesamt sollten acht Stunden und mehr für Anreise, Feier und Rückweg eingeplant werden. Denn alle Busse werden auf der A 38 geparkt und bleiben dort auch stehen. Dort ist Aus- und Einstieg“, erläutert Grosche die bisherigen Planungen. Der Weg von der Autobahn bis zur Kapelle könne in der Länge variieren: „Je nachdem, wo der Bus auf der gesperrten Autobahn einen Platz zugewiesen bekommt.“ Ein Marsch von mindestens drei bis fünf Kilometern müsse jeder Teilnehmer einplanen, das gelte natürlich auch für den Rückweg. Da die Pilgerwege nicht asphaltiert, sondern nur geschottert seien, könne der Weg von Kinderwagen, Rollstühle oder Rollatoren mit kleinen Rädern nicht problemlos bewältigt werden. Laut Grosche wird das Pilgerfeld bereits um 16.30 Uhr für Anreisende geschlossen, die Vesper mit Papst Benedikt beginnt erst um 17.45 Uhr. Jeder müsse gut überlegen, ob er sich diese Entfernungen und die lange Zeit auf dem Pilgerfeld zutraue und gesundheitlich auch verkraften könne. „Und es gibt nur Stehplätze“, weist Grosche auf weitere erschwerte Bedingungen hin, die besonders Menschen mit schwachem Kreislauf bedenken sollten. Lediglich ein einfacher Klappstuhl ohne Lehnen dürfe mitgebracht werden.

Auch Messebesucher, die mit dem Fahrrad anreisen wollen, können nicht unmittelbar bis an das Pilgerfeld heranfahren. Sie müssen markierte Routen wählen, Parkflächen für die Drahtesel sind beispielsweise im Kreuzungsbereich der Landesstraße 1009 mit der Landesstraße 2013 am „Roten Berg“ ausgewiesen. „Die Fußwege von dort sind auch rund zwei bis drei Kilometer lang“, so Grosche. Auch Fußwallfahrer müssten die markierten Wege nutzen. „Aus dem Untereichsfeld wird ein Weg von Teistungen über Berlingerode nach Etzelsbach ausgeschildert, der auch in der Dunkelheit begehbar ist und außerdem beleuchtet und mit Versorgungsstationen versehen wird“, verweist Grosche auf den bisherigen Planungsstand. Ausnahmeregelungen gibt es bislang nur für Schwerbehinderte mit Ausweis und Merkmal A, H oder G. „Sie können bei eigener Anreise bis Heiligenstadt und von dort aus mit behindertengerechten Fahrzeugen der Malteser samt einer Begleitperson zum Pilgerfeld gebracht werden“, informiert Grosche. Wer diesen Service in Anspruch nehmen kann und will, muss sich allerdings unter Telefon 0361 / 374 25 80 frühzeitig anmelden.