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Papst im Eichsfeld Trelle: „Dieser Tag ist jede Mühe wert“
Die Region Duderstadt Themen Papst im Eichsfeld Trelle: „Dieser Tag ist jede Mühe wert“
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19:35 23.09.2011
„Was sind schon 13 Kilometer?“: Bischof Norbert Trelle hat Priestergewand gegen Anorak getauscht und startet mit Pilgergruppe 1 in Richtung Etzelsbach. Quelle: Thiele
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Duderstadt.

Auch die halbstündige Verschiebung des Gottesdienstes – ein Teil der mehr als 1000 angemeldeten Pilger aus Hildesheim stand im Stau auf der Autobahn – konnte die mitreißende Festival-Stimmung nicht trüben, zumal Ehrenamtliche der St. Cyriakus-Gemeinde alle mit Kaffee und Tee versorgten. Überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene wuselten bei in diesem Fall nicht Kaiser- sondern Papstwetter um das Gotteshaus herum, suchten nach Freunden und Bekannten oder prüften noch einmal den Inhalt ihrer voluminösen Rucksäcke, aus denen der ein oder andere Wallfahrtsstuhl hervorlugte.

Papst Benedikt XVI. besuchte im September 2011 Deutschland. Er reiste dabei auch ins Eichsfeld und feierte mit Gläubigen eine Marienvesper.

Begleitet von Fahnenträgern aus den Reihen von Kolping, Pfadfindern und anderen katholischen Vereinigungen sowie Duderstadts Propst Bernd Galluschke und Kaplan Martin Wilk zog der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle zu mitreißend-geistlichen Klängen des Jugendchores in die überfüllte Kirche ein. Und nicht nur die Augen des Bischofs wurden beim Anblick der vielen fröhlich-erwartungsfrohen Gesichter feucht. „Ich bin überwältigt und gerührt, ich habe eben ein paar Freudentränen zerdrückt. Das ist ein unglaubliches Gemeinschafts-Erlebnis“, gestand der Geistliche ein, der sich besonders über die Teilnahme der unzähligen Jugendlichen freute.

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Offenen Beifall gab es für das mit Rosen geschmückte Pilgerkreuz, mit dem sich Jugendliche aus Bavenstedt (Kreis Hildesheim) am Altar aufgestellt hatten. „Dieser Tag ist jede Mühe wert. Was sind schon 13 Kilometer? Auch ich als Bischof lerne noch. Und heute werde ich von eurer Glaubensfreude lernen. Ich wünsche uns einen Tag, der unvergesslich bleibt“, rief Trelle allen Wallfahrern zu, bevor er aus dem Gotteshaus zog, um selbst in Anorak und Wanderschuhe zu schlüpfen.

Bestens organisiert war der Abmarsch der Pilger. Per Flüstertüte wurden die einzelnen Gruppen auf ihre Plätze dirigiert. In festgelegter Reihenfolge setzten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die Marktstraße in Richtung Pilgerfeld in Bewegung.