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Papst im Eichsfeld „Wallfahren heißt, nicht stehen bleiben“
Die Region Duderstadt Themen Papst im Eichsfeld „Wallfahren heißt, nicht stehen bleiben“
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19:05 09.09.2011
Mit Fahnenabordnungen: Priester und Ministranten beten vor der Antoniuskirche in Worbis. Quelle: Germeshausen
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Eichsfeld

Mehr als 300 Kolpingschwestern und –brüder aus der gesamten Region hatten sich hierzu in der Antoniuskirche in Worbis versammelt. Allein im Bistum Erfurt gibt es zurzeit 22 Kolpingfamilien mit insgesamt 700 Mitgliedern. Den Festgottesdienst zelebrierte Präses Tasch zusammen mit Stadtdechant Engelbert Dietrich, Diakon Hans-Josef Kowarsch und als Gast aus Görlitz dem dortigen Diözesanpräses Wolfgang Kresak. Pfarrer Kresak ging in seiner Predigt auf die Lesung des Sonntags ein, in der Gott den Propheten Ezechiel als Wächter des Volkes Israel eingesetzt hatte. Zu Beginn seiner Ausführungen warnte der Prediger vor selbst ernannten Sitten- und Tugendwächtern, wie man sie einst in der DDR angetroffen habe, die aber auch heute überall vorzufinden seien. Ein Wächter sei dazu berufen, dem Einzelnen die Sicherheit zu garantieren und vor Schlimmem zu bewahren. Auch heute bedürfe es in der Kirche des Wächteramtes. Dabei sei es wichtig, gegen die Missstände der Zeit die Stimme zu erheben.

Als Vorbild in dieser Hinsicht wurde der Gesellenvater Adolph Kolping genannt. Dieser habe jungen Menschen Heimat und Ausbildung verschafft und sich niemals gescheut, gegen die verschiedenen Diktaturen der damaligen Zeit anzugehen. Für die heutige Zeit bedeute das, so Kresak abschließend, nicht den alten Zeiten nachzutrauern, sondern Alarm zu schlagen, wenn es in der Gesellschaft gegen Gott und die Zehn Gebote gehe.

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