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Rathaus-Umbau Nicht alle Räume erhalten ein neues Gesicht
Die Region Duderstadt Themen Rathaus-Umbau Nicht alle Räume erhalten ein neues Gesicht
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06:18 14.05.2012
Heiraten im Rathaus: Im ehemaligen Bürgermeisterzimmer besteht für Paare schon seit einiger Zeit die Gelegenheit, sich das Ja-Wort zu geben. Quelle: Tietzek
Duderstadt

Stichtag ist der 21. Mai: Dann feiert Bürgermeister Wolfgang Nolte seinen 65. Geburtstag, und an diesem Tag soll auch das komplett renovierte Rathaus wieder seiner Bestimmung übergeben werden – gleichsam als ein Geschenk an die Stadt und damit auch an ihn selbst. Im Augenblick wird im historischen Rathaus aber in fast allen Bereichen noch so konzentriert gearbeitet, dass der Eindruck entstehen könnte, bis zum 21. Mai sei das alles nicht zu schaffen.

Immerhin, es gibt in dem verwinkelten Gebäude schon einige Räume, die bereits fertiggestellt sind oder die schon vor der Umsetzung des neuen Nutzungskonzeptes in Betrieb waren.

Gerettet im letzten Moment: Stuckdecke im Rats-Sitzungsaal.

So beispielsweise die Bücherei, die nach Abschluss der baulichen Sanierung des Rathauses vor etwa dreieinhalb Jahren vom Gerodeschen Haus in die zweite Geschossebene des Rathauses umzog (siehe unten). Die Leser sind der städtischen Einrichtung treu geblieben, und so herrscht in diesem Bereich ein unablässiges Kommen und Gehen der Literaturfreunde. Bevor die Bücher eingeräumt wurden, musste aus statischen Gründen erst einmal die Bodengruppe deutlich verstärkt werden, denn Bücher sind schwer. Auch Vorgaben des Feuerschutzes mussten erfüllt werden.

Bereits fertiggestellt ist im dritten Obergeschoss ein großer Seminarraum zur südlichen Fensterfront des Gebäudes hin. Es handelt sich um einen lichtdurchfluteten Raum, der von der architektonischen Gestaltung her sehr großzügig und harmonisch wirkt. Hier wurden, wie Christian Zöpfgen von der Stadtverwaltung erläutert, schon zahlreiche Seminare organisiert, derzeit hat sich das Baubüro in diesem Vorzeige-Raum einquartiert. Ergänzt wird die positive optische Wirkung des Raumes durch zahlreiche technische Anschlüsse, die unter Klappen im Boden verborgen, aber jederzeit zugänglich sind.

Bereits genutzt wird auch der Rats-Sitzungssaal in Nachbarschaft des großen Bürgersaales.  Eine architektonische Besonderheit dieses Sitzungssaales ist die stuckverzierte Decke, deren tragende Konstruktion vom Holzwurm so zerlöchert war, dass der komplette Bereich abzustürzen drohte. Inzwischen ist die Decke mit einem neuen Unterbau versehen und somit gerettet worden.

Wie bei Loriot: Sitzecke lädt zur Pause im Seminarraum ein.

Sicherheitsprobleme gibt es nach dem Neuaufbau auch nicht mehr. Insbesondere der Duderstädter Ortsrat nutzt diesen Saal regelmäßig für seine Sitzungen.
Geschäftigkeit herrscht auch in der Gästeinformation im Sockelgeschoss des Rathauses. Sie wird demnächst in das Kophus umziehen, wo die Tourist-Info für die kommenden Jahre ihren festen Platz haben wird. Das jetzt noch genutzte Büro wird dann zum „Back-Office“, das als Rückzugsbereich für Besprechungen oder als Tagungsbüro bei großen Sonderveranstaltungen genutzt werden kann.

Bleibt noch das sogenannte Bürgermeisterzimmer im zweiten Obergeschoss. Seine lange Fensterfront weist zur Fußgängerzone hin, der Raum wird gern für Trauungen und kleine Empfänge genutzt. Wie sein Name vermuten lässt, war dies Zimmer in früheren Zeiten –  vor dem Umzug der Verwaltung ins Stadthaus an der Worbiser Straße – das Dienstzimmer des Duderstädter Bürgermeisters. Die Architektur unterstreicht den repräsentativen Charakter des Raumes.

Von Sebastian Rübbert

Nachdem die bautechnische Renovierung des Duderstädter Rathauses erfolgreich abgeschlossen wurde, geht es nun um das Nutzungskonzept.
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