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Duderstadt Gerold Wucherpfennig im Landtag
Die Region Duderstadt Gerold Wucherpfennig im Landtag
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20:11 15.09.2014
Quelle: Archiv (Symbolfoto)
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Eichsfeld / Erfurt

„Aber das Landesergebnis ist zu niedrig.“ Mit den Zahlen in seinem Wahlkreis kann Wucherpfennig zufrieden sein: „Mit 54,9 Prozent habe ich das höchste Ergebnis bei den Landesstimmen erhalten.“ Dabei stand ihm in seinem Wahlkreis unter anderem der AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke gegenüber. Trotzdem erreichte er bei den Erststimmen sogar 55,4 Prozent und zog somit mit einem Direktmandat in den Landtag ein. Bei den Direktstimmen war ihm nur die zweite Eichsfelder Abgeordnete Christina Tasch (CDU) in ihrem Wahlkreis mit 0,1 Prozent überlegen, die bei den Zweitstimmen 52,2 Prozent für sich verbuchte.

„Ich danke den Wählern für ihr Vertrauen“, sagt Wucherpfennig, der aber wegen des Landesergebnisses seiner Partei nicht uneingeschränkt zufrieden ist. „33,5 Prozent sorgen leider nicht für klare Verhältnisse. Jetzt ist die SPD trotz noch schlechterem Ergebnis als 2009 erneut das Zünglein an der Waage und dadurch auch in der Lage, Forderungen zu stellen.“ So habe sich der Koalitionspartner in der vergangenen Legislaturperiode mit dem Kultus- und dem Wirtschaftsministerium zwei wichtige Ämter sichern können.

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Sorgen bereitet dem Eichsfelder, dass der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der möglicherweise den SPD-Landesvorsitzenden Christoph Matschie ablöst, sich vor der Wahl klar zu den Linken bekannt hatte und eine Rot-Rot-Grüne Landesregierung befürworten würde – ebenso wie Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter. „Am Ende entscheiden 4000 SPD-Parteimitglieder über 1,2 Millionen Wahlberechtigte“, sagt Wucherpfennig.

rf