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Duderstadt Tiftlingerode: Umgehung ja – Tunnel nein
Die Region Duderstadt Tiftlingerode: Umgehung ja – Tunnel nein
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22:15 15.07.2013
Von Anne Eckermann
Blick über Duderstadt von der Sulbergwarte auf das Naherholungsgebiet am Pferdeberg.
Blick über Duderstadt von der Sulbergwarte auf das Naherholungsgebiet am Pferdeberg. Quelle: Blank
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Tiftlingerode

Für Goebel ist es nicht akzeptabel, das intakte Landschaftsschutzgebiet Pferdeberg stark zu beeinträchtigen, die Schöpfung zu zerstören und durch den Tunnelbau bis zu 15 Millionen Euro zusätzliche Kosten zu verursachen.

In der 80er-Jahren sei die Tunnellösung entstanden, um die Gerblingeröder vor erheblichen Abgasen zu bewahren. „Heute sind die Emissionen stark reduziert. Zudem werden in den kommenden Jahren immer mehr Elektroautos unterwegs sein“, so Goebel. Er schlägt den alten Bahndamm als Ausweichstrecke vor.

"Gigantischer Tunnel“ nicht notwendig

Damit gäbe es nur einen geringen Flächenverlust und das brach liegenden Gelände könnte vernünftig genutzt werden. Sollte das nicht möglich sein, könne die Trasse weiter über Tiftlingerode verlaufen, aber dann direkt auf Gerblingerode stoßen mit einer kleinen Einhausung von rund 300 Metern. Ein „gigantischer Tunnel“, der zudem ständig unterhalten werden müsse, sei dann nicht notwendig: „Diese Lösung würde den Steuerzahler mit mindestens 15 Millionen Euro entlasten und auch landschaftsverträglich sein“. Die derzeitige Trasse bedeute, dass der gesamte Verkehr von Gerblingerode auf Tiftlingerode verlagert werde.

Dass die Umgehung frühestens 2018 gebaut werden könne, sei nach Gesprächen des Tiftlingeröder Ortsrates mit dem Bundesverkehrsministerium klar, betont Goebel weiter. Noch sei genug Zeit, Natur- und Landschaftsschutz besser zu gewährleisten und Millionen unnötiger Kosten zu sparen.