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Duderstadt Gruselgeschichte an St.-Elisabeth-Schule
Die Region Duderstadt Gruselgeschichte an St.-Elisabeth-Schule
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00:22 08.04.2019
„Edgar, das gruselige Schlossgespenst“: Valerie Wilhelm und Karsten Münster nehmen die Kinder der St.-Elisabeth-Schule mit in eine vertrackte Erbschaftsgeschichte. Die Schüler spielen auch selbst mit. Quelle: Markus Hartwig
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Duderstadt

Zu Gast war die Tournee-Oper Mannheim mit ihrer Aufführung „Edgar, das gruselige Schlossgespenst“.

Die Protagonisten nahmen die Schüler mit in eine vertrackte Erbengeschichte. Edgar, ein waschechter, flotter Geist (dargestellt von Karsten Münster), erbt von seiner Tante ein richtiges Geisterschloss. Mit heiligen Hallen, einer Opernarien singenden Gemäldegalerie, zahllosen Zimmern mit Ritterrüstungen und allem, was sonst noch zu einem echten Spukschloss dazugehört.

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Doch es gibt Konkurrenz: Für die rechtmäßige Erbin des Schlosses hält sich allerdings Violetta (dargestellt von Valerie Wilhelm), das ehemalige Zimmermädchen von Tante Agathe. Diese will ihren Kampf um das Schloss nicht einfach so aufgeben. Aus dieser Misere soll den beiden vermeintlichen Erben eine Wette helfen: Ein Gruselduell möge entscheiden, wem das Schloss in Zukunft gehören soll. Aber dann erscheint ein Notar, der verkündet, dass eine Familie Spinnenfleck Ansprüche am Schlosses erheben könnte.

Gekonnt vorgetragener Gesang

Über annähernd zwei Unterrichtsstunden entwickelte sich ein packendes Duell mit Kettenrasseln, schwarzen Katzen, einer ruhelos durch die Gänge wandelnden weißen Dame, herrenlosen Ritterrüstungen und viel gekonnt vorgetragenem Gesang quer durch die Operngeschichte.

Kinder nehmen aktiv teil

Dass diese schaurig-schöne Kinderoper ihren Platz im Unterrichtsgeschehen der St.-Elisabeth-Schule hat, erläuterte Schulleiterin Tanja Niederstraßer. „Das Stück passt in unseren Musikunterricht. Über ihn möchten wir die Kinder auch an Musikstile heranführen, die ihnen in der Freizeit fremd sind und eher nicht im Alltag vorkommen.“ Am Tag der Aufführung waren die Kinder zudem nicht bloß als Zuschauer in die Turnhalle der Schule gekommen. Im Vorfeld hatten sie das Titellied eingeübt, und neun Kinder nahmen, in weißen Kostümen, als kleine Geister auf der Bühne aktiv an der Aufführung teil.

Alle anderen Kinder hatten selbstgebastelte kleine Stabgespenster dabei, mit denen sie – vergleichbar mit Handytaschenlampen bei Musikauftritten großer Stars – während des Geschehens und zu passenden Gelegenheiten, in der Luft winkten. Im Sinne einer Schulform übergreifenden Aktion war auch die Sprachförderklasse der Pestalozzi-Schule zum Gruseln am Donnerstag eingeladen.

Kürzlich haben sich die Schüler der St.-Ursula-Schule bei einer Projektwoche mit dem Thema Fachwerk beschäftigt.

Von Markus Hartwig

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