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Duderstadt Tradition der Glücksbringer zum Jahreswechsel
Die Region Duderstadt Tradition der Glücksbringer zum Jahreswechsel
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00:16 02.01.2014
Auf Papier: In der Buchhandlung Mecke finden sich Schweine, Klee und Marienkäfer als Glückssymbole.
Auf Papier: In der Buchhandlung Mecke finden sich Schweine, Klee und Marienkäfer als Glückssymbole. Quelle: Schauenberg
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Duderstadt

Bereits seit Jahrhunderten sind es Schornsteinfeger, Klee und Marzipanschweinchen, mit denen Glück und Wohlergehen verbunden werden. Um die letzte Nacht des Jahres ranken sich je nach Kultur allerlei Mythen und Traditionen.

So wie es in Spanien als glücksbringend gilt, in der Silvesternacht zwölf Weintrauben zu verspeisen oder in Italien rote Unterwäsche der Schlüssel zum Wohlergehen sein soll, verknüpfen die Deutschen das Glück des kommenden Jahres mit Symbolen.

Das Glücksschweinchen etwa galt schon bei den Germanen als fruchtbarkeits- und wohlstandsfördernd. Sogar bei mittelalterlichen Turnieren gewann der Verlierer zum Trost ein Schwein, das Glück für die Zukunft bescheren sollte.

Auch das vierblättrige Kleeblatt symbolisierte bereits zur Zeit der Kelten die Verbindung der vier Elemente, und war nicht nur Zeichen von Balance und Glück, sondern verlieh dem Besitzer angeblich auch magische Kräfte. So soll auch Eva das kleine Gewächs als Andenken an Perfektion aus dem Paradies mitgenommen haben.

Tradition der Glücksbringer zum Jahreswechsel. ©Schauenberg

Auf Postkarten und Geschenkartikeln trifft man noch auf eine populäre Allegorie von Fortuna: den Marienkäfer. Das kleine Insekt mit den sieben Punkten gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes und wurde wegen seiner Nützlichkeit in der Landwirtschaft als Geschenk Marias betrachtet.

Auch der Schornsteinfeger darf an Silvester nicht fehlen. Seit dem 16. Jahrhundert fungiert er als Bild für Wohlbefinden, da er den Schornstein von Schmutz befreite und so die Brandgefahr minderte.

Wer noch keinen Glücksbringer erstehen konnte, hat am Dienstag noch Gelegenheit dazu. „Zu Silvester sind alle Artikel rund ums Glück und Sternzeichen“ angesagt, erklärt Christian Mecke, Inhaber der gleichnamigen Buchhandlung. Als typische Neujahrsgeschenke seien zudem immerwährende Kalender beliebt, mit denen man den Beschenkten das ganze Jahr über Vergnügen bereiten könne.

Tanja Eggert vom Blumengeschäft Blümchen empfiehlt neben den Kleegewächsen auch Sträuße oder Bubiköpfe. „Je nach Geschmack bieten wir verschiedene Silvestergeschenke, nur Weihnachtliches ist jetzt nicht mehr gefragt“, erklärt die Floristin.

Auch bei der Bäckerei Risse können typische Silvesterleckereien erstanden werden. Neben traditionellen Berlinern und Krapfen bieten Anne Christin und David Risse noch eine besondere Leckerei an: Baiser in Form von rosa Glücksschweinen.

Von Elisa von Hof