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Duderstadt Trotz Gebührenerhöhung: Kostenlos parken in Duderstadt
Die Region Duderstadt Trotz Gebührenerhöhung: Kostenlos parken in Duderstadt
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20:57 21.01.2019
Parken ohne Parkschein auf einem gebührenpflichtigen Platz wie hier am ZOB wird mit zehn Euro Verwarnungsgeld bestraft. Quelle: lel
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Duderstadt

Auf die 20-prozentige Erhöhung des Parkentgelts an städtischen Parkautomaten zum 1. Januar haben einige Menschen ausfallend reagiert. Christian Vogt ­äußerte sich in der Tageblatt-Facebook-Timeline mit den Worten: „Das ist ja wohl vollkommen übertrieben.“

Dabei parken Autofahrer in Duderstadt auch jetzt mit einem Cent pro Minute und damit 60 Cent pro Stunde günstig. In Northeim zahlen Parkende 70 Cent, in Osterode 80 Cent und in Göttingen kostet eine Stunde in der zentralen Innenstadt 1,50 Euro. „Innenstadtnah“ sind es immer noch 70 Cent.

Von 50 auf 60 Cent pro Stunde

In Duderstadt waren im vergangenen Jahr nur 50 Cent pro Stunde fällig. Seit Jahren hatte es keine Erhöhung gegeben, nun ist sie eingetreten. Das 24-Stunden-Ticket kostet jetzt 4 Euro statt 3,50 Euro, die Wochenkarte liegt bei 14 statt 12,50 Euro auf bewirtschafteten Parkplätzen, also dort, wo eine Gebühr erhoben wird. Dies gilt wochentags von 9 bis 17 Uhr und sonnabends von 9 bis 13 Uhr.

Dabei gibt es Alternativen zu den kostenpflichtigen Parkplätze, um in die Duderstädter Innenstadt zu gelangen. „Für kleinere Erledigungen gibt es die Brötchenparkplätze, zum Beispiel in der Bahnhofstraße“, sagt Sabine Holste-Hoffmann, Fachbereichsleiterin für Gefahrenabwehr und Feuerschutz der Stadt Duderstadt. Dort ist 15 Minuten parken frei. „Wenn man im Ring kostenlos parken will, dann ist das zum Beispiel an der Christian-Blank-Straße oder der Neutorstraße gegenüber dem Kloster möglich. Dazu kommen die Plätze mit Parkscheibennutzung – die Liste ist lang“, sagt sie. Eine Übersicht findet sich in der Grafik.

Zu den unbeschränkt kostenlosen Parkplätzen kommen auch noch mehrere Orte hinzu, die mit Parkscheibe bis zu zwei Stunden genutzt werden dürfen.

Ohne Münzen dem Verwarngeld entgehen

Im gesamten Jahr 2018 wurden trotzdem 275 000 Euro in die Duderstädter Parkautomaten gesteckt oder per Smartphone-App bezahlt. Duderstadt bietet die Nutzung von drei Apps an den Automaten an: In Yellowbrick, Parknow oder Easypark geben Nutzer ihr Kennzeichen und Daten zum Bezahlen ein und können somit auch ohne Münzen im Portemonnaie ein Verwarngeld umgehen.

Die Einnahmen aus Verwarngeld, wie „Knöllchen“ offiziell ­heißen, steigen seit Jahren an: 2016 waren es 55 990 Euro, 2017 schon 65 320 Euro und 2018 kam die Stadt auf 91 310 Euro, die Falschparker im Nachgang zahlten. „Das könnten viel weniger sein, wenn die Leute einfach ein Ticket ziehen würden“, so Holste-Hoffmann.

Parkplätze zu 100 Prozent ausgelastet, zu 10 Prozent bezahlt

Manche Parkplätze seien zu 100 Prozent ausgelastet, aber nur von zehn Prozent bezahlt. Das Verwarngeld kostet zehn Euro und damit weit mehr als ein Parkticket. Ein möglicher Grund sei der bereits bezahlte Anwohnerparkausweis: „Mit 30 Euro pro Jahr denken manche Anwohner, sie hätten das Recht auf einen eigenen Parkplatz direkt vor der Haustür.“ Das sei aber laut Holste-Hoffmann aber nicht gegeben.

Für Innenstadtbewohner schwieriger

„In Duderstadt mangelt es nicht an kostenlosen Parkplätzen, die Leute müssen nur ein bisschen gehen“, sagt Erwin Schedler im ­Gespräch an der Parkuhr auf dem Westerstieg. Für Innenstadtbewohner sei es in der Tat schwieriger, sagt Holste-Hoffmann. „Aber zum Einkauf hineinzutragen dürfen sie ja selbst in der Marktstraße kurz ­parken“, sagt sie.

Das Thema Parken in der Innenstadt hat zuletzt wieder die Bürgerinitiative „Lebendige Stadt Duderstadt“ aufgegriffen. Und FDP-Ortsrat Thorsten Feike sprach sich für eine Freigabe nächtliches Parken zwischen Rathaus und St. Cyriakus auf der oberen Marktstraße aus. Bei Märkten oder Veranstaltungen solle dieser Bereich aber nicht zur Verfügung stehen. Holste-Hoffmann wünscht sich mehr Disziplin: „Ab 17 Uhr parkt jeder, wie er will. Parkverbote werden kaum eingehalten“, sagt sie über die Umgebung der Marktstraße. Mehr Kontrollen könnten das Problem beheben.

Von Lea Lang

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