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Duderstadt Beschluss für Ortsumgehung Duderstadt im Mai
Die Region Duderstadt Beschluss für Ortsumgehung Duderstadt im Mai
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19:15 24.04.2019
Die geplante Umgehung der Bundesstraße 247 um Duderstadt soll am Euzenberg-Kreisel angebunden werden. Quelle: Swen Pförtner
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Duderstadt

Im Mai soll der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Duderstadt im Verlauf der Bundesstraße 247 voraussichtlich vorliegen. Das hat Günter Hartkens, Leiter des Geschäftsbereiches Goslar der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verraten.

Brief an Verkehrsminister

Mit dem Betreff „Bitte um Beschleunigung des Planfeststellungsverfahrens der B 247 bei Duderstadt – Es dauert und dauert!“ schrieb Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU) am 18. April im Namen des Ortsrates Tiftlingerode einen Brief an den niedersächsischen Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU). Seit mehr als zwei Jahren warte die Gemeinde Tiftlingerode auf den Planfeststellungsbeschluss zur B 247 und der Umgehung Duderstadt und Gerblingerode. Dieser sei Voraussetzung für den Bau der Umgehung, die für die Eichsfelder Region dringend notwendig sei.

Vom Planfeststellungsbeschluss hänge die Entwicklung der Stadt Duderstadt ab, um schnell zur neuen Autobahn 38 zu gelangen, schrieb Goebel weiter. „Auf die Umgehungsstraße und damit auf eine schnelle Anbindung zur A 38 warten wir inzwischen seit 1992. Unvorstellbar!“

„Kein Verständnis“

Auch die Zukunft Tiftlingerodes hänge von dem Straßenbauprojekt ab, denn dort wolle der Ort im Bereich des Roten Feldes, etwa 120 Meter entfernt von der Trasse, ein Baugebiet mit rund 15 Plätzen ausweisen. „Bei uns stehen die Bauwilligen Schlange.“ Einige Familie hätten sich allerdings bereits für Grundstücke in anderen Gemeinden entschieden. Das Baugebiet sei auch wichtig für die Entwicklung der Grundschule des Dorfes. „Wir verlieren langsam die Geduld und die betroffenen jungen Familien haben wie wir kein Verständnis für die unverhältnismäßig lange Dauer.“

„Auf der Zielgeraden“

Den Vorstoß des Ortsbürgermeisters kann Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) überhaupt nicht verstehen. „Wir sind dran und auf der Zielgeraden des Planfeststellungsverfahrens“, sagt er. Die Stadt Duderstadt sei sehr aktiv im Thema. Allein in der vergangenen Woche habe es dazu drei Gesprächskreise in Goslar und Wolfenbüttel gegeben. „Die Signale stehen endlich für das erste Halbjahr 2019 auf grün“, so Nolte, der darum bat, das Verfahren abzuwarten.

Einwendungen eingearbeitet

Eine Bestätigung gab es von Hartkens, der auf Nachfrage erklärte, dass der Beschluss voraussichtlich im Mai vorliegen solle. In dem Beschluss seien die Einwendungen aus dem Anhörungsverfahren eingearbeitet. Doch vor einem möglichen weiteren Schritt in Richtung Realisierung beginne zunächst eine Klagefrist von zwei Monaten. Erst danach werde der Beschluss rechtsgültig – sofern keine Klage eingereicht werde. Vor einem möglichen Baustart müssten darüber hinaus bei diesem Projekt auch erst einmal Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geschaffen werden.

„Ökologischer Wahnsinn“

Überhaupt nicht einverstanden mit dem Bau der sogenannten Verkehrseinheit (VKE) 3 und der Fortführung auf Thüringer Seite sind die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Hahletal-Pferdeberg. Sie kritisieren die ihren Angaben zufolge zu hohen Zahlen zum erwarteten Verkehrsaufkommen. „Die sind nie korrigiert worden“, sagt Sprecher Michael Hoffmeier. Anders sehe der Fall in Kallmerode im thüringischen Eichsfeld aus. Dort könne man wirklich über eine Umgehung nachdenken. „Für eine Straße auf Verdacht ist das ökologischer Wahnsinn“, sagt Hoffmeier zur Umgehung um Duderstadt, Gerblingerode, Teistungen und Ferna. Gerade auf niedersächsischer Seite würden der geplante Tunnel durch den Pferdeberg und die Trassenführung ökologische Probleme aufwerfen. Es gehe dabei auch darum, dass ein Stück Heimat zerstört werde.

Infrastruktur

Befürworter des Straßenbauprojektes sind die Mitglieder der Bürgerinitiative „Ortsumgehung Ja“. Sie nennen als Hauptargumente die Entlastung der an den betroffenen Durchfahrtsstraßen wohnenden Bürger und die Verbesserung der Infrastruktur, welche zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt beitragen könne.

Von Rüdiger Franke

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