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Die Region Duderstadt In Duderstadt wird jetzt neu geschaltet
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11:04 20.10.2018
Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), EAM-Netzregionsleiter Axel Fette, Berward Schütte, Netzbetriebsleiter bei EEW, und EAM-Projektleiter Andreas Vix (v.li.) nehmen die neue Schaltanlage symbolisch in Betrieb. Quelle: Garben
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Duderstadt

Das Umspannwerk in Duderstadt hat eine neue 20000-Volt-Schaltanlage erhalten. Der Einbau sei nötig geworden, weil ein Blitzeinschlag im Mai 2017 einen erheblichen Schaden verursacht hatte, berichtete EAM-Netzregionsleiter Axel Fette. Die bestehende Anlage zu reparieren, wäre ein „wirtschaftlicher Totalschaden“ gewesen, weshalb sich EnergieNetz Mitte, der Netzbetreiber der EAM, für eine neue leistungsstarke Mittelspannungsschaltanlage entschieden habe. Diese wurde nun am Freitagmorgen symbolisch in Betrieb genommen.

Im Zuge der Modernisierung wurde das Gebäude, in der sich die Schaltanlage befindet, ebenfalls saniert. Die Arbeiten im Umspannwerk dauerten etwa ein halbes Jahr. Rund 1,3 Millionen Euro hat die EAM investiert, die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW) als örtlicher Versorger, der seine Energie von der EAM bezieht, etwa 160000 Euro.

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Arbeiten bei laufendem Betrieb

Der Betrieb sei während der Umbaumaßnahmen, die von der Ausschreibung der Arbeiten bis zum Abschluss etwa ein Jahr umfasst haben, immer gewährleistet gewesen. Das Umspannwerk Duderstadt wird im Blockbetrieb betrieben, was bedeutet, dass ein Transformator die Stadt versorgt und ein zweiter das nähere Umland. Die Versorgung während des Umbaus aufrechtzuerhalten, sei deshalb eine besondere Herausforderung gewesen. Ermöglicht wurde dies mithilfe von drei mobilen Schaltanlagen, die in der Zwischenzeit zum Einsatz kamen. Die neue Anlage habe etwa eine Lebensdauer von 40 Jahren, berichtete Fette.

Das Gewitter habe damals das Risiko des Totalausfalls geborgen und EEW sei besonders betroffen, wenn beim Sammelversorger etwas passiere, sagte Berward Schütte, Netzbetriebsleiter und Prokurist bei EEW. Da das Unternehmen keine Möglichkeit habe, seinen Strom über andere Kanäle zu beziehen, sei es vom Umspannwerk abhängig. „Wenn da etwas ausfällt, sind wir total tot.“ Die latente Gefahr einer Versorgungslücke sei zwar durch die neue Schaltanlage nicht ausgeräumt, aber abgemildert. Zudem habe EAM die Arbeiten zügig umgesetzt und die EEW bei den Planungen miteinbezogen.

Einzige Energiequelle

Dass das Umspannwerk die einzig mögliche Energiequelle für die EEW sei, liege an den Strukturen, die sich durch die deutsch-deutsche Teilung und die Entwicklung nach der Wende ergeben hätten, sagte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Diese Situation sei gerade im Hinblick auf extreme Wetterlagen „noch nicht das Optimum“. Krankenhäuser wie St. Martini verfügten zwar über ein Notstromaggregat, sodass der Betrieb im Ernstfall gesichert ist, aber andere Gesundheitseinrichtungen nicht. So zum Beispiel Altenheime, in denen die Beatmungsgeräte dann nicht mehr mit Strom versorgt werden könnten. Hier müssten noch Wege gefunden werden, um auch in anderen Bereichen eine Notfallversorgung zu etablieren. Darüber wollen beide Unternehmen im kommenden Jahr gemeinsam beraten. „Wir müssen auf diesem Feld weitermachen“, so Nolte.

Von Nora Garben

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