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Duderstadt „Umweltschule in Europa“: 21 Schulen auf Gut Herbigshagen ausgezeichnet
Die Region Duderstadt „Umweltschule in Europa“: 21 Schulen auf Gut Herbigshagen ausgezeichnet
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20:04 23.09.2014
Christian Sauer von der Oberschule Liebenburg informiert sich bei Leonie Becker, Marten Wagner, Christian Schönekeß, Linus Maring, Astrid Thielecke und Elisabeth Depuhl vom Eichsfeld Gymnasium (von links) über die Projekte. Quelle: Richter
Duderstadt

Die Schüler haben nicht nur Urkunden entgegengenommen, sondern den Gästen auch gleich gezeigt, womit sie diese verdient haben.

Die Auszeichnung als Umweltschule ist grundsätzlich für jede Schulform möglich, benötigt aber einen langen Atem in der Projektentwicklung und -gestaltung. Zwei Jahre sollen sich Schüler und Lehrer im Unterricht Themen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes erarbeiten und die so gewonnenen Erkenntnisse in praktischen Projekten einsetzen.

Das Programm ist längst integraler Bestandteil der deutschen Bildungslandschaft geworden: Allein in Niedersachsen gibt es derzeit 368 Umweltschulen, 94 davon gehören zum Schulbezirk Braunschweig.

Großes Spektrum an Themen

Unter den 21 auf Gut Herbigshagen prämierten Schulen ist das Spektrum der Themen entsprechend groß: Müllvermeidung und Recycling wurden ebenso behandelt wie Artenvielfalt, Mobilität oder Ernährung – jede Schule hat sich auf Themen spezialisiert, die sich Schüler selbst ausgesucht haben.

„Es gilt, das Bewusstsein junger Menschen zu stärken“, forderte Michael Beier, geschäftsführender Vorstand der Heinz-Sielmann-Stiftung. Auch Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) betonte die Wichtigkeit des Erkennens von umweltpolitischen Zusammenhängen: „Wir müssen global denken und lokal handeln.“

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ wurden die einzelnen Projekte nach der Verleihung vorgestellt. Das Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt (EGD) erhielt die Auszeichnung unter anderem für ihren Schulwald. Im vergangenen November haben 350 Schüler, Lehrkräfte und Eltern auf einer Fläche der Heinz-Sielmann-Stiftung fast 4000 Bäume und Sträucher gepflanzt.

Respekt vor der Natur

Die 14-jährige Leonie Becker weiß, wie wichtig Wälder als Kohlendioxidspeicher für eine Abschwächung des Klimawandels sind. Die Pflanzaktion hat sie aber vor allem eines gelehrt: „Ich habe jetzt mehr Ehrfurcht vor der Natur, weil ich weiß, wie lange ein funktionierender Wald für seine Entstehung braucht.“ Und auch wenn die Bäume des EGD erst kniehoch sind, dienen sie schon jetzt als grünes Klassenzimmer.

Christian Schönekeß (14) hat sich um ein anderes Ökosystem gekümmert. Mit Mitschülern hat er die Fauna des Sulbig-Baches erforscht und die Wasserqualität analysiert. Ergebnis: ungenügend – und damit vielleicht eine Projektidee für die kommende Runde, für die sich noch bis zum 15. Oktober beworben werden kann.

von Jonas Rohde

umwelterziehung.de

Umweltschule in Europa

Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ ist eine Ausschreibung der internationalen Stiftung für Umwelterziehung F.E.E. (Foundation for Environmental Education), an dem weltweit rund 30 000 Schulen in mehr als 50 Staaten beteiligt sind. Für Deutschland ist die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) Projektträger, acht Bundesländer sind beteiligt.

Das Ziel ist, in der zweijährigen Projektzeit ein selbst entwickeltes Konzept zur Verbesserung der eigenen Umweltverträglichkeit erfolgreich umzusetzen.

Das ist in der Region Göttingen und Duderstadt Schülern aus den folgenden zehn Schulen gelungen: Godehardschule, Leineberg-Grundschule (beide Göttingen), Grundschule im Drammetal (Rosdorf), Grundschule Diemarden, Gymnasium Corvinianum (Northeim), Grundschule Schönhagen-Sohlingen, KGS Moringen, St.-Ursula-Schule, Eichsfeld-Gymnasium (beide Duderstadt) und KGS Gieboldehausen.

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