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Duderstadt Verkehrsthemen beschäftigen Ortsrat
Die Region Duderstadt Verkehrsthemen beschäftigen Ortsrat
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18:45 18.12.2018
Am Ortseingang Rosenthaler Straße in Westerode wird nach Auffassung des Ortsrates zu schnell gefahren Quelle: Eichner-Ramm
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Westerode

Mit Bau der Ortsumgehung sei die Verkehrsmenge in Westerode merklich auf ein „relativ gutes Level“ zurückgegangen, sagte Ortsbürgermeister Bernward Vollmer (CDU). Dennoch liege Westerode noch immer hinter Gerblingerode, der Industriestraße und Mingerode an vierter Stelle, was die Verkehrsbelastung angeht.

Vor einigen Tagen haben sich Mitglieder des Ortsrates Westerode und Ortsbürgermeister Vollmer mit Vertretern von Polizei, Ordnungsamt und Bauhof verschiedene Punkte zu Verkehrsthemen in Westerode bei einem Vororttermin in Augenschein genommen. Darüber berichtete der Ortsbürgermeister während der Ortsratssitzung am Montagabend. Die Auswertung der aktuellen Verkehrsdatenermittlung habe deutlich gemacht, dass die tägliche Zahl der erfassten Fahrzeuge gegenüber dem September 2015 – also vor Freigabe der Umfahrung – von 13289 auf 5164 zurückgegangen sei. Auch gegenüber Mai 2016 sei ein deutlicher Rückgang feststellbar, so Vollmer.

Raser auf der Rosenthaler Straße

Insbesondere an den Standorten Westeröder Straße 59 und Rosenthaler Straße 23 nahm die Verkehrsbelastung durch den Bau der Ortsumgehung merklich ab. Doch ein großes Ärgernis sind jene Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an Tempobegrenzungen halten. Sieben Prozent (2565) der am Standort Westeröder Straße 20 gemessenen Fahrzeuge hätten die vorgeschriebene Geschwindigkeit um mehr als zehn Stundenkilometer überschritten. An der Westeröder Straße 59, hier gilt Tempo 30, fuhren 31 Prozent der Verkehrsteilnehmer mehr als zehn Stundenkilometer (km/h) zu schnell. Besonders schnell wird auf der Rosenthaler Straße gefahren. Höhe Hausnummer 23 überschritten 67 Prozent (13973) der Fahrzeuge die vorgegebene Geschwindigkeit (50 km/h) um mehr als zehn km/h. 389 Fahrer waren mit mehr als 100 km/h unterwegs.

Das Gremium forderte am Ende einstimmig, „aufgrund der Gefahrenlage“ die Geschwindigkeitsmessungen im kommunalen Teil der Westeröder Straße und vor allem im Bereich der Rosenthaler Straße zu intensivieren. Dem Wunsch, auf der Spange von der Umgehung zum Max-Näder-Kreisel die 70-km/h-Regelung auszuweiten, um die Akzeptanz der Umgehung zu erhöhen, erteilten die Fachleute beim Ortstermin eine Absage. Grund seien die Ausfahrten von der Biogas-Anlage und zum Gewerbegebiet Breiter Anger.

Von Britta Eichner-Ramm